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Ausschlagung der Erbschaft erklären

Wenn Sie Erbe geworden sind, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie die Erbschaft annehmen oder ausschlagen. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie aufgrund gesetzlicher Erbfolge, eines Testaments oder eines Erbvertrags erben.

Informieren Sie sich, welche Vermögenswerte und welche Schulden vorhanden sind.

Achtung: Beachten Sie, dass Sie mit dem Nachlass auch die Schulden des Erblassers oder der Erblasserin übernehmen. Sie haften dabei nicht nur mit dem Nachlass, sondern auch mit Ihrem eigenen Privatvermögen (Erbenhaftung).

Haben Sie sich entschlossen, die Erbschaft nicht anzunehmen, müssen Sie normalerweise  die Ausschlagung der Erbschaft erklären.

 

Zugehörigkeit zu Lebenslagen
Verfahrensablauf

Sie müssen die Erklärung entweder zur Niederschrift des zuständigen Notariats oder in öffentlich beglaubigter Form abgeben. Ein bloßer Brief an das zuständige Notariat genügt nicht.

Zuständigkeit

für die Entgegennahme und Protokollierung der Ausschlagungserklärung: in Baden-Württemberg das Notariat als Nachlassgericht, in dessen Bezirk der Erblasser zuletzt seinen Wohnsitz hatte oder in dem Sie Ihren Wohnsitz haben

Erforderliche Unterlagen

keine

Kosten/Leistung

Für die Entgegennahme der Ausschlagungserklärung müssen Sie eine halbe Gebühr aus dem Gegenstandswert der ausgeschlagenen Erbschaft nach Abzug der Schulden bezahlen. Die Gebühr beträgt mindestens EUR 30,00.

Rechtsgrundlage
Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Justizministerium hat dessen ausführliche Fassung am 06.05.2015 freigegeben.

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