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31.07.2014

Mitgestalten und verstehen

Kategorie: Aktuelles
Von: Redaktion

Sümeyra Kizilbuga ist mit ihren 25 Jahren das jüngste Mitglied im neuen Offenauer Gemeinderat. (Foto: Gemeinde Offenau)

Das jüngste Mitglied im Offenauer Gemeinderat Sümeyra Kizilbuga freut sich auf neue Blickwinkel auf Menschen und Situationen – ein Porträt.

Dass das Foto für das kleine Porträt im Amtsblatt über das jüngste Mitglied im neuen Offenauer Gemeinderat neben Blumen gemacht werden soll, ist klar. „Ich liebe Blumen“, bekennt Sümeyra Kizilbuga und ihre braunen Augen strahlen noch mehr als sonst. Dass es dann rote Rosen werden, ist Zufall, aber auch passend: Die 25-jährige, die an der Hochschule  Heilbronn Verkehrsbetriebswirtschaft studiert, wurde über die Liste der SPD in das Offenauer Bürgerparlament gewählt.

Nicht dass sie ein Parteibuch hätte. Aber, meint Kizilbuga und nickt nach kurzem Nachdenken nachdrücklich mit dem Kopf, sodass ihre langen braunen Haare sanft wippen, unter allen Parteien stehe ihr „schon die SPD“ nahe. Sie schätzt sie einfach als „sozialer“ ein. Als näher dran an den Anliegen der Studenten, beispielsweise. „Und ich bin ja auch in einer großen Familie aufgewachsen“, sagt sie und es klingt fast wie eine Entschuldigung.

Doch das ist es nicht. Es ist eine Begründung. Denn eines ist der jungen Offenauerin ganz wichtig für ihre Gemeinderatsarbeit: glaubwürdig zu sein. „Ich finde, dass man die Interessen der Partei, für die man im Gemeinderat sitzt, widerspiegeln soll."

Und wie sieht die Arbeit in dem Gremium aus? Sümeyra Kizilbuga stellt sie sich auf jeden Fall als aufwändig und zeitintensiv vor. Sie hat sich deshalb fest vorgenommen: „Ich will keine halben Sachen machen. Ich kneife die Pobacken zusammen und tue das, was verlangt wird.“

Das bedeutet für Kizilbuga „neugierig und engagiert“ zu sein. „Ich denke, das wird erwartet." "Und, schiebt die zielstrebig wirkende junge Frau kritisch nach, „ich erwarte das auch von mir selbst.“

Die Entscheidung, für den Offenauer Gemeinderat zu kandidieren, sei relativ spontan gewesen, erzählt Kizilbuga; ihr Vater habe sie angesprochen. Jetzt freut sie sich darauf, die Geschicke der Neckargemeinde mitgestalten zu können.

„Man ist integrierter“, sagt sie, die in Bad Friedrichshall geboren wurde, einen verblüffenden Satz. Doch damit meint Kizilbuga, deren Eltern einst aus der Türkei nach Offenau kamen, nicht einen wie auch immer gearteten Migrationshintergrund.

„Man lernt die Leute besser kennen und ist nicht so fixiert auf die eigene Altersgruppe“, erläutert Sümeyra Kizilbuga. „Ich bin halt, wie ich bin. Und wenn ich dann die anderen Leute sehe, gibt es da vielleicht Dinge, die ich vorher gar nicht so gesehen und als wichtig empfunden habe“, sagt sie.

Vielleicht hat ihre Bereitschaft, sich auf andere Perspektiven einzulassen, ja mit ihrem Hobby zu tun: Sie zeichnet gern.

Bei der Gemeinderatsarbeit sind für sie besonders die Themen Kindergarten, Schule und, studiumsbedingt, der Offenauer Anschluss an die Stadtbahn Nord wichtig. Ihre neuen Kollegen im Offenauer Gemeinderat hat Sümeyra Kizilbuga von ihrem Engagement schon überzeugt: Bei der konstituierenden Sitzung des Gremiums am 29. Juli wählten diese sie in den Kindergartenausschuss.