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11.08.2020

Kurzbericht

Kategorie: Aktuelles

Vor der Gemeinderatssitzung gab's einen Ortstermin zur Farbgebung für die Fassade der Sporthalle. (Foto: Gemeinde Offenau)

zur öffentlichen Gemeinderatssitzung am 4. August

TOP 1

Bürgerfragestunde

Der Zustand des Offenauer Sportplatzes beschäftigt die Mitglieder der neu formierten Fußballabteilung der Turngemeinde Offenau. Rund 10.000 Euro für eine Minimalsanierung hatte die Gemeinde Offenau im Frühjahr in die Hand genommen, um das Spielfeld für die frisch angemeldete aktive Fußballmannschaft spielbereit zu machen. Die Fläche wurde belüftet, neuer Rasen eingesät. Die anhaltende Trockenheit hat den Samen jedoch nicht überall aufgehen lassen und auch die Beregnungsanlage des Platzes ihr Wasser nicht überall gleichmäßig verteilt.

 

In der Bürgerfragestunde beschäftigte die anwesenden Fußballmitglieder besonders die Beregnungsfrage: Wie soll der Offenauer Sportplatz gerade in der nun beginnenden Saison bewässert werden? Per Allgemeinverfügung hatte das Landratsamt Heilbronn die Wasserentnahme aus oberirdischen Flüssen, Seen und Bächen ab dem 5. August verboten; die Beregnungsanlage für den Platz bezieht ihr Wasser aus der Jagst.

Die Offenauer Gemeindeverwaltung will gemeinsam mit den Fußballern nach einer Lösung suchen – würde der Platz ohne Bewässerung bleiben, wäre die Grasnarbe bald abgespielt und die Ausgaben für die Minimalsanierung überflüssig. Um dies zu verhindern müsste die Gemeinde, sollte keine alternative Beregnungsmöglichkeit gefunden werden, den Sportplatz sperren.

Wenig Hoffnung konnte die Verwaltung den Fußballern auf ein besseres Bewässerungssystem machen. Die geschätzten Kosten von 8.000 Euro für einen Austausch aller Beregner sind nicht im Haushalt vorgesehen/zurzeit nicht im Haushalt drin.

Fragen rund um die „Neue Mitte Offenau“ mit der Filiale der Drogeriemarktkette Rossmann erreichten die Verwaltung schriftlich knapp eine Stunde vor der Sitzung. Die Verfasserin kritisierte besonders, dass auf dem Gelände keine Wohnungen umgesetzt werden, wie es einmal geplant gewesen war.

Insgesamt fünf Wohnungen, drei im abgerissenen Doppelhaus von Volksbank und Metzgerei sowie zwei im ehemaligen Kreissparkassengebäude machten für das Geschäftshaus mit der angeschlossenen Markthalle Platz. Bauherr ist die Gemeinde. Sie sprang ein, weil der ursprüngliche Investor nach Kalkulation aller Kosten samt Grunderwerb und der Beseitigung von Altlasten keine Mietpreise hätte erzielen können, „die in Offenau umsetzbar gewesen wären“, erläuterte Bürgermeister Michael Folk. Übrigens sei dies in rund fünf Jahren schon der zweite Investor für die 4196 Quadratmeter großen Fläche neben dem Kulturforum Saline an der Ortsdurchfahrt gewesen, der sich aus diesem Grund hätte zurückziehen müssen. Neue Wohnungen in der Ortsmitte, wenngleich durch private Bauträger, entstehen zurzeit an der Ecke Pfalzstraße/Hauptstraße, weitere sind projektiert, wie Kämmerer Holger Leister an diesem Sitzungsabend mitteilte.

TOP 2

Errichtung des Geschäftshauses „Neue Mitte Offenau“

Ein „nachhaltiger Zweckbau aus Stahlbeton“ entsteht in der Offenauer Ortsmitte. Die Bewertung des Geschäftshauses, das auf dem rund 4200 Quadratmeter großen Grundstück gegenüber dem Apothekengebäude an der Hauptstraße entsteht, durch das beauftragte Fachbüro PS Planung und Service aus Ansbach ist sachlich. Kleine Akzente zwischen das vorgegebenen Corporate des Hauptmieters Rossmann und den straffen Finanzrahmen des Bauherrn Gemeinde Offenau wissen die erfahrenen Franken dennoch zu setzen. Blumenrabatten zwischen den rund 50 Parkplätzen unterteilen die Fläche vor dem Markgebäude, gelbe Pflastersteine für die Stellplätze sorgen zwischen den grau aspahltierten Fahrwegen für eine optische Auflockerung und ein kleiner Spielplatz hinter der Markthalle heißt die jüngsten Besucher willkommen.

Als Hingucker ist die Gestaltung des Dachfirsts gedacht. Eine glänzende Aluminiumverkleidung, gestanzt, gelocht und in die Form einer Welle gebracht, soll die Einförmigkeit der 62 Meter langen Gebäudefassade auf. Die reliefartige Oberfläche bekommt je nach Sonneneinstrahlung einen anderen Kontrast.

Das vorgestellte Gesamtkonzept stieß auf die einstimmige Zustimmung der Offenauer Gemeinderatsmitglieder. Bei ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause mussten die Bürgervertreter aber auch über ganz handfeste Dinge wie über die Vergabe von Gewerken entscheiden.

Weil es bei den Angeboten für die Gestaltung der Außenanlagen und Erdarbeiten für die „Neue Mitte“ Unstimmigkeiten gab, ermächtigten die Ratsmitglieder die Verwaltung, die Arbeiten nach einer erneuten Prüfung, an den günstigsten Anbieter vergeben zu dürfen. Diese Erlaubnis gilt auch für Schlosser- und Sanitärarbeiten, deren Ausschreibungsfrist noch läuft. Hier rechnet das Planungsbüro PS mit Mehrkosten von rund 20.000 Euro. 

Die aktuell geschätzten Gesamtkosten für den Neubau des Geschäftshauses liegen bei 3.417.242,19 Euro. Das sind 120.000 Euro mehr als bei der letzten Fortschreibung der Kosten vom April. Sie sind zu drei Vierteln der 3-D-Welle am Dach geschuldet. 30.000 Euro machen das ockergelbe Pflaster aus. Das Planungsbüro ist jedoch zuversichtlich, die Mehrkosten bei den Ausschreibungen für die noch ausstehenden Ausschreibungen wieder hereinzuholen.

Insgesamt sind die Aufträge für rund 85 Prozent der geschätzten Gesamtkosten vergeben. Klar seien noch Überrascheungen drin, bestätigte ein Vertreter des Planungsbüros am Sitzungsabend auf Nachfrage aus dem Gemeinderat – „aber keine unangenehmen“, äußerte er sich zuversichtlich. 

Zum 15. Januar 2021 sollen beide Gebäudeeinheiten, der Bereich für den Drogeriemarkt und Markthalle, übergeben werden. Bis dahin, verriet Offenaus Kämmerer Holger Leister, gebe es dann auch ein Logo für die Markthalle, an dem im Hintergrund schon eifrig gearbeitet werde.

Ebenfalls einstimmig beschlossen die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats, mit der EnBW AG einen Gestattungsvertrag über den Aufbau, Betrieb und Service con Elektromobilitäts-Ladeinfrastruktur auf dem Gelände der „neuen Mitte“ abzuschließen. 

TOP 3

Rathaus Offenau

Hier: Beschaffung einer Klimaanlage für das Obergeschoss im Rathaus

Das Rathaus bekommt eine Klimaanlage. Mehrheitlich sprachen sich die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats dafür aus, nicht nur für den ersten Stock mit dem Sitzungssaal, sondern auch für die Büro im Erdgeschoss mit einer automatisierten Kühlung auszustatten. Da das Verwaltungsgebäude im Sanierungsgebiet liegt, sind die Anschaffungskosten in Höhe von rund 50.000 Euro förderfähig. Bei einer Förderquote von 60 Prozent verbleiben bei der Gemeindekasse nur ein Anteil von 20.000 Euro. Ohnehin steht eine energetische Sanierung des gesamten Verwaltungsgebäudes auf dem Jahr 1979 für die Zukunft auf der kommunalen To-Do-Liste. Die Ausgaben für die Klimaanlage sind damit lediglich vorgezogen, so der Begründungsvorschlag der Verwaltung. Im aktuellen Haushalt vorgesehen ist die Ausgabe nicht.

TOP 4

Sanierung Sporthalle, 2. Ausschreibungspaket

Hier: Vergabe der Gewerke Fliesenarbeiten, Heizung, Sanitär und Bauendreinigung

Einstimmig vergaben die Mitglieder des Offenauer Gemeinderat den Auftrag für die Fliesenarbeiten bei der Sanierung der Sporthalle an die Firma von Au / Gehrung Fliesen GmbH aus Nürtingen mit einem Volumen von 17.166,83 Euro brutto. Ebenfalls ohne Gegenstimme gingen die Heizungsarbeiten an die Firma Hoffmann Heizungsbau aus Untereisesheim (41.446,59 Euro brutto), die Sanitärinstallation an die Firma Lieb GmbH aus Neckarsulm (93.380 Euro). Um die Endreinigung nach Abschluss der eigentlichen Bauarbeiten/Bautätigkeit darf sich die Firma Edgar Zwirn GmbH aus Bad Rappenau (1864,12 Euro brutto) kümmern. Auch über eine Außenfarbe für die Sporthalle entschieden die Gemeinderatsmitglieder. Vor der Sitzung hatten sie die vorgeschlagenen Farbmuster bei einem Ortstermin direkt an  der Sporthalle in Augenschein genommen. Das Ergebnis fiel, mit einer Enthaltung, einstimmig aus: Auch in Zukunft bestimmt ein sanfter sandgelber Ton die Hallenfassade.


TOP 5

Betriebsführung der Straßenbeleuchtung

Hier: Abschluss eines Vier-Jahres-Vertrages mit der EnBW

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats dafür aus, mit der EnBW einen neuen Dienstleistungsvertrag zur Instandhaltung der Straßenbeleuchtung abzuschließen. 15.782,65 Euro bezahlt die Gemeinde dafür in jedem Jahr. Dafür hat sie die Sorge um die insgesamt 713 Lichtpunkte auf ihrem Gebiet abgegeben. Die gesamte Betriebsführung und Verantwortung übernimmt nun rückwirkend zumn 1. Juli dieses Jahres das Energieunternehmen. Bislang lag die Verantwortung für die komplette Straßenbeleuchtung in Gemeindehand. 

TOP 6

Baugesuche

Grünes Licht gaben die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats zwei Bauherren. Jetzt dürfen in der Bahnhofstraße auf einen Betriebsgelände ein Carport und im Gässslesweg eine Terrassenüberdachung an einem Einfamilienhaus gebaut werden. 

TOP 7

Bebauungsplanverfahren von Nachbargemeinden

Keine Einwendungen erhoben die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats gegen einen privaten Bebauungsplan im benachbarten Gundelsheimer Stadtteil Obergriesheim. Auf dem betreffenden Grundstück darf, nach Zustimmung aller sogenannter Träger öffentlicher Belange, errichtet werden, was sich in die Umgebungsbebauung einfügt. Deren Charakter wird im schriftlichen Teil des Bebauungsplanes defniert als „typisch dörfliche Bebauung“. 

TOP 8

Gestattungsverträge über zwei Grundstücke mit der Fa. Zimmermann

Ohne Gegenstimme sprachen sich die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats dafür aus, mit der Firma Zimmermann zwei Gestattungsverträge abzuschließen. Der Unternehmen pflegt und unterhält die beiden Grundstücke im Gemeindeeigentum, die an das Betriebsgelände angrenzen, nun in Eigenregie.

TOP 9

Bekanntgaben der Verwaltung

Anpassung der Elternbeiträge in den Offenauer Kindergärten an die Gemeinsamen Empfehlungen der Kirchen und kommunalen Landesverbände

Einstimmig sprachen sich Mitglieder des Offenauer Gemeinderats dafür aus, den Empfehlungen für eine Erhöhung der Kindergartenbeiträge auf Grundlage der sogenannten Gemeinsamen Empfehlungen der Kirchen und kommunalen Landesverbände für das Kindergartenjahr 2020/21 zuzustimmen. Die Beiträge gelten ab dem 1. September für die Eltern. Sie berücksichtigen die Auswirkungen der aktuellen Coronakrise beim Betrieb der Einrichtungen; die Erhöhung liegt pauschal bei um die 1,9 Prozent. (her)