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26.03.2019

Kurzbericht

Kategorie: Aktuelles

Im Licht der Suchscheinwerfer der Offenauer Feuerwehr konnte sich die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats ein eigenes Bild vom Zustand der Gebäudeüberreste auf dem Grundstück Hauptstraße 42 machen. (Foto: Gemeinde Offenau)

zur öffentlichen Gemeinderatssitzung am 12.3.2019

vorgezogen
TOP 6
Vergabe Abbrucharbeiten Hauptstraße 42

Soll auf dem durch einen Brand im vergangenen Juli zerstörte Anwesen in der Hauptstraße 42 alles abgeräumt werden oder darf das Hauptgebäude stehen bleiben? Ein Ortstermin auf dem Grundstück im Vorfeld ihrer vergangenen Sitzung ließ die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats mit eigenen Augen sehen, was ein zuvor durch ein Architekturbüro erstelltes Gutachten auf dem Papier bereits festgehalten hatte: ein Erhalt der ehemaligen Besenwirtschaft, die mit ihrer schmucken Backsteinfassade an der B 27 das Offenauer Ortsbild prägt, wäre nicht wirtschaftlich.
Rund 76 Prozent der Kosten, die für einen Neubau mit der gleichen beabsichtigten Nutzung aufzubringen wäre, müsste die Gemeinde für eine Sanierung ausgeben. Besonders, wenn das Gebäude anschließend für eine öffentliche Benutzung bestimmt wäre: Barrierefreiheit und Brandschutz, Statik und energetische Sanierung, „dann gelten andere Anforderungen“, sagte Architekt Knut Gramlich vom Büro Gramlich und Partner aus Limbach.
Auch der Idee, nur die ortsbildprägenden Außenmauern zu erhalten und das Innere mit Hilfe eines Stahlgerüsts zu entkernen, erteilte er eine Absage. „Die Kosten des Verhältnisses von einem Quadratmeter Grundfläche zum umbauten Raum wären unverhältnismäßig“ sagte Gramlich und verwies auf die kleinen Backsteine, die in der Fassade verbaut sind: Hier seien viele Befestigungspunkte notwendig.
Die Tage für die nicht denkmalgeschützten Gebäudereste sind gezählt: Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats den Abbruch aller Gebäude. Die beschränkte Ausschreibung, bei der von sechs angeschriebenen Firmen nur zwei ein Angebot abgegeben hatten, enthält eine Pauschale für die Entsorgung des Abbruchmaterials. Auch das Ausgraben des Kellers gehört mit dazu. Den Zuschlag erhielt mit einer Auftragssumme von 111.603,04 Euro die Firma Leis aus Walldürn.
Erste Ideen, was auf dem Gelände entstehen soll, hatte die Gemeinde bereits von den Besucherinnen und Besuchern des Offenauer Kommunaltags am 3. Februar im Kulturforum Saline gesammelt. Bis zu einer eventuellen Umsetzung einer oder mehrerer davon, wird es noch eine Weile dauern. Solange bleibt die Fläche eingeschottert.

TOP 1
Bürgerfragestunde

Können im Nachgang der Abbrucharbeiten weitere Forderungen der beauftragten Firma auf die Gemeinde zukommen? Den einzigen Fragesteller bei der sich dem Ortstermin an der Hauptstraße 42 anschließenden Gemeinderatssitzung mit Bürgerfragestunde im Offenauer Rathaus konnte der Technische Bauamtsleiter Joachim Fritz beruhigen. „Die Bieter hatten die Pflicht, sich zu informieren, was abzubrechen ist. Es wurde ein pauschaler Betrag abgefragt.“ Ratsvorsitzender und Bürgermeister Michael Folk präzisierte: „Einen Nachschlag wird es nicht geben.

TOP 2
Musikschule Unterer Neckar e.V.
Hier: Bericht des Schulleiters und die Jahresabrechnung 2018
Der Gemeinderat nahm den Bericht zur Kenntnis.

TOP 3
Lärmschutzwand B 27; 3. Bauabschnitt
Hier: Variantenauswahl

200 Meter lang, im Stil der bereits bestehenden ersten Lärmschutzwand am nördlichen Ortseingang mit Holzelementen zwischen Aluminiumpfosten in den Gemeindefarben blau und gelb: zumindest auf dem Papier hat die dritte Lärmschutzwand an der Offenauer Ortsdurchfahrt ihre Gestalt gefunden. Mit einer Enthaltung beschlossen die Mitglieder des Gemeinderats bei ihrer vergangenen Sitzung die Gestaltung der Anlage, die sich gegenüber der Einmündung Bachenauer Straße bis zum Beginn des Kläranlagengeländes erstrecken soll. Damit der an dieser Stelle parallel zur B 27 verlaufenden Wirtschaftsweg auch später noch benutzt werden kann, soll eine weiteres 23 Meter langes Teilstück versetzt angebracht werden. Auch bei der Höhe von zweieinhalb Metern orientiert sich Lärmschutzwand Nr. 3 an ihrer Vorgängerin Nr. 1.
Rund 189.000 Euro, so die Schätzung, werde die auf B 27-Seite hochabsorbierend ausgeführte Wand kosten. Sie wird an dieser Stelle der Ortsdurchfahrt nicht allein sein. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats beschlossen, gegenüber und damit entlang der Rückseite der Grundstücke an der Bachenauer Straße Lärmschutzwand Nr. 2 zu bauen.
Um bessere Preise zu erzielen, sollen beide Wände gemeinsam ausgeschrieben werden. Ob dies möglich ist, müssen die Gemeinderatsmitglieder im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen entscheiden.

TOP 4
Sanierungsgebiet „Neue Mitte I“
a)    Umbau B 27 – Vorstellung des Entwurfs

Einstimmig billigten die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats den Entwurf für den Umbau der B 27 in der Ortsmitte. Sechs Meter lang und zweieinhalb Meter breit wird die Verkehrsinsel, die künftig zwischen der Apotheke und dem gegenüber entstehenden Wohn- und Geschäftshaus Fußgänger eine Verschnaufpause beim Überqueren der Ortsdurchfahrt bringen soll. Sehbehinderte finden ihren Weg dank unterschiedlicher Bordsteinhöhen, für Passanten mit Rollstühlen und Rollator sind die Übergänge zwischen Gehweg und Straße ohne Erhebungen ausgeführt.
Rund 117.000 Euro brutto lautet die Kostenschätzung für den Fahrbahnteiler, die Bauzeit ist auf zwei Monate angesetzt. Hier könnte die Gemeinde noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen: So dürfen nach einer neuen Vorgabe im Straßenverkehrsrecht Bauarbeiten an stark befahrenen Straßen nur während einer Vollsperrung durchgeführt werden. Eine verträgliche Umleitungsstrecke für diese Stelle der Offenauer Ortsdurchfahrt ist jedoch schwer zu finden.

b)    Gestaltung des Apothekenvorplatzes – Vorstellung von Gestaltungsvarianten

Nur mit Beeten oder auch mit einem Parkplatz für Fahrer mit Handicap –  drei unterschiedliche Entwürfe für die Gestaltung des kleinen Platzes zwischen Apothekengebäude und Neckarstraße haben die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats zur Auswahl. Welche es werden soll, darüber beraten nach der Vorstellung in der jüngsten Sitzung nun zunächst die einzelnen Fraktionen getrennt voneinander.

TOP 5
Umbau der Kreuzung Bachenauer Straße/Gundelsheimer Straße
Hier: Beratung

Mit in die Beratungen über den Haushalt 2019 nehmen die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats den Plan, den Einmündungsbereich der Gundelsheimer in die Bachenauer Straße in Richtung des Bahnübergangs aufzuweiten. Die Idee zur Vergrößerung war an die Verwaltung von den Lenkern größerer landwirtschaftlicher Fahrzeuge herangetragen worden, nachdem es an der Kreuzung wiederholt zu Staus gekommen war, die bis auf den Bahnübergang reichten. Rund 18.000 Euro brutto beträgt die Schätzung für den Umbau der Kreuzung; die Kosten für das Versetzen einer Straßenlaterne und zweiter Schaltkästen der Telekom sind darin allerdings nicht enthalten. Eine verkehrsrechtliche Pflicht, die Einmündung zu vergrößern gebe es allerdings nicht. Das sei bei einem Termin vor Ort mit Vertretern der Bahn, der örtlichen Landwirtschaft und der Straßenverkehrsbehörden festgestellt worden, betonte die Verwaltung.

TOP 7
Baugesuche

Gleich sechs Baugesuche beschäftigen die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats bei ihrer vergangenen Sitzung. Während über drei davon im sogenannten Kenntnisgabeverfahren lediglich informiert wurde, galt es bei der anderen Hälfte eine Entscheidung zu treffen. Eine Absage erteilten die Ratsmitglieder der Idee, eine elektronische Werbetafel an der Ortsdurchfahrt aufzustellen. Sie befürchten, dass die automatisch durchwechselnden Anzeigen die Fahrer auf der B 27 zu stark ablenken vom Verkehrsgeschehen, zumal die Tafel in unmittelbaren Anschluss an die Einfahrt einer Tankstelle aufgestellt werden sollte.

TOP 8
Bauleitplanung von Nachbargemeinden

Keine Einwendungen, aber einen Hinweis formulierten die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats bei ihrer Stellungnahme zum Vorhaben der Stadt Gundelsheim, den Flächennutzungsplan fortzuschreiben. So müsse darauf geachtet werden, dass der mit der so möglichen Erweiterung des Gewerbegebiets am südlichen Stadtrand aufkommende zusätzliche Verkehr nicht den Weg über die alte Gundelsheimer Straße nach Offenau wählen. (her)