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Linksabbiegespur bereit

Foto: Gemeinde Offenau

Zwar führt die Markierung noch ist Leere, doch ein weiterer Meilenstein für die "Neue Mitte Offenau" ist gesetzt: die Linksabbiegespur ist fertig. Sie erleichtert Kunden später von der B 27 aus die Einfahrt auf das Gelände mit der Filiale des Drogisten Rossmann und der Markthalle.Fußgänger erreichen das Areal über die neue Querungshilfe in der Mitte der Offenauer Hauptstraße. Sie ist ebenfalls schon fertig. (her)

aktualisiert: 4.6.2020
eingestellt: 26.3.2020

Offenaus neue Mitte in Zahlen

- 1 Bauherr: Gemeinde Offenau

- 1 Gebäude mit 3 Schwerpunkten: Drogeriefachmarkt, Markthalle und Banken-Standort

- Grundstücksgröße 3.500 Quadratmeter, Gebäudegröße rund 1500 Quadratmeter

- Geschosshöhe: 1

- Länge: rund 60 Meter, mit Glasfassade

- Höhe: 6,50 Meter

- Drogeriemarkt: rund 920 Quadratmeter (Verkaufs- und weitere Flächen)

- Markthalle: rund 350 Quadratmeter für 3 Handwerksfachbetriebe aus der Region (Bäcker, Metzger, Obst- und Gemüse) mit eigenen Ideen und gemeinsamem Konzept

- 54 Parkplätze, davon 2 für Fahrerinnen und Fahrer mit Handicap + 2 E-Ladeplätze

- 30 Fahrradabstellplätze

- Einrichtung 1 neuen Linksabbiegespur auf der B 27 (Ortsdurchfahrt)

- 1 Querungshilfe für Fußgänger

- rund 3,8 Millionen Euro Investitionsvolumen

Zeitschiene

- Abriss leerstehender Gebäude (mit altem Linde-Schlachthaus): Januar/Februar 2020

- Neubau Linksabbiegespur auf B 27: Frühjahr 2020

- Neubau Marktgebäude aus Betonfertigteilen: ab Mai 2020

- Ziel Fertigstellung: Jahresende 2020

- Ziel Eröffnung: 1. Quartal 2021

Erster Mieter für die Markthalle

Den Boden bereitet: Metzgermeister Werner Häfele (rechts) hat den Mietvertrag mit der Gemeinde Offenau für den Betrieb der Markthalle in der neuen Ortsmitte unterzeichnet. Bürgermeister Michael Folk (links) und Berater Thomas Hoffmann (Mitte) freuen sich, dass der nächste Meilenstein für das Projekt an der Hauptstraße unter Dach und Fach ist. (Foto: Gemeinde Offenau)

Metzgerei Häfele aus Winnenden unterzeichnet Mietvertrag für neue Ortsmitte in Offenau

Das Gelände für die Filiale der Drogeriemarktkette Rossmann an der Offenauer Hauptstraße ist bereitet, alle Gebäude sind abgerissen. Auch im Hintergrund gewinnt die an den Fachmarkt angeschlossene Markthalle Gestalt. Werner Häfele, Inhaber des gleichnamigen Metzgereifachbetriebs aus Winnenden, unterzeichnete am 25. März als erster Mieter den Vertrag für die insgesamt 350 Quadratmeter große Genuss- und Gastrofläche. (her)

eingestellt: 26.3.2020

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„Wir freuen uns, die Metzgerei Häfele als Partner gewonnen zu haben“, sagt Offenaus Bürgermeister Michael Folk über das Engagement des Meisterbetriebs in der Neckargemeinde. Der Familienbetrieb in dritter Generation aus dem schwäbischen Winnenden betreibt in llsfeld-Auenstein bereits eine eigene Schlachterei. Ausschlaggebend für die Partnerschaft war jedoch nicht, dass es bereits einen Häfele-Standort im Landkreis Heilbronn gibt, sondern deren Erfahrung im Management einer Markthalle: Das Familienunternehmen betreibt bereits eine entsprechende Einrichtung in Ilsfeld

„Wir bekommen viele Anfragen von Bürgermeistern. Es gibt nur wenige Gemeinden, die sich vorausschauend so positioniert haben, dass eine Markthalle dort Sinn macht“, sagt Metzgermeister Werner Häfele. „Eine davon ist Offenau. Hier hat man die Hypothek der B 27 zum Gewinn gemacht“, sagt er und verweist auf den Standort der Offenauer Markthalle direkt an der Ortsdurchfahrt der B 27.

Mit rund 800 Kunden täglich rechnet die Drogeriemarktkette Rossmann. Sie ist der sogenannte Ankermieter in der neuen Ortsmitte von Offenau. Bereits vor einigen Jahren hatte ein Marktforschungsgutachten der Gemeinde bescheinigt, dass ihre Ortsmitte ein guter Wirtschaftsstandort sei, der jedoch einen Anziehungspunkt brauche – einen Drogeriemarkt im Idealfall.

Die Überlegung, das knapp 3500 Quadratmeter große Grundstück auch mit einer Markthalle zu füllen, in der ein Metzger, ein Bäcker sowie ein Obst- und Gemüsehändler regionale Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen und auch einen Mittagstisch anbieten sollen, bedurfte weiterer Analysen durch den Bauherrn, die Gemeinde Offenau „Ist der Standort auch für eine Metzgerei auskömmlich?“, formuliert Offenaus Berater Thomas Hoffmann vom Institut für Immobilien-Consulting die Voraussetzung. Ein weiteres Gutachten lieferte die positive Antwort.

Mit insgesamt 14 Interessenten aus der Region hatten Hofmann und die Gemeindeverwaltung seit Dezember Gespräche geführt. Jetzt übernimmt die Metzgerei Häfele das Ruder und sucht sich einen Bäcker und Obst-/Gemüsehändler, der zu ihm passt. „Es gibt in der Markthalle einen gemeinsamen Bereich, in dem die Kunden die gekauften Produkte verzehren können“, erinnert Berater Hoffmann. „Hier gilt es ein Alleinstellungsmerkmal zu finden.“

Bewerber für den Bäcker bzw. Obst- und Gemüsestand in der Markthalle gibt es. „Erste Vorgespräche mit örtlichen Betrieben und Händlern haben auch schon stattgefunden“, berichtet Bürgermeister Michael Folk.

Während die Verhandlungen im Hintergrund nun erst richtig anlaufen, geht es im Vordergrund unermüdlich weiter: Bis Ende Mai laufen in der Offenauer Ortsmitte vor dem Apothekengebäude die Arbeiten für die neue Linksabbiegespur auf das Marktgelände. Noch sind alle Arbeiten im Zeitplan. Die Eröffnung von Drogeriemarkt und Markthalle sowie einem Bankenbereich mit SB-Automaten soll im ersten Quartal 2021 sein. (her)

Machbare neue Mitte

Visualisierung: PS Planung & Service

Gemeinderat beschließt Bauantrag – Abriss und Neubau eines Drogeriemarkts im neuen Jahr 2020

Attraktiv im Neckartal heißt der Wahlspruch der Gemeinde Offenau. Für ihre neue Ortsmitte ist sie auch aktiv unterwegs. Als alleiniger Bauherr realisiert sie in der Hauptstraße 12 bis 14 eine Filiale der Drogeriemarktkette Rossmann. Einen entsprechenden Bauantrag hat sie in der Gemeinderatssitzung am 17. Dezember 2019 gestellt. Eine Markthalle mit Metzger, Bäcker und einem Obst- und Gemüsehändler soll die Angebotspalette mit Produkten des täglichen Bedarfs ergänzen.

Nahversorgung „Das ist ein Beitrag der Gemeinde in die Nahversorgung“, begründet Offenaus Bürgermeister Michael Folk im Gespräch mit der Tageszeitung Heilbronner Stimme die einstimmig vom Gemeinderat getroffene Investitionsentscheidung. Rund vier Millionen Euro nimmt die Neckargemeinde für die Neugestaltung der 3500 Quadratmeter großen Fläche in ihrem Herzen direkt an der Ortsdurchfahrt der B 27 in die Hand, nachdem die ursprünglich mit einem Investor geplante Umsetzung nun doch nicht möglich war. Die in einem zusätzlichen Stockwerk geplanten Wohnungen bleiben deshalb eine Idee auf dem Papier.

Finanziert wird das Projekt aus eigenen Mitteln, „und teilweise auch mit Krediten“, berichtet Kämmerer Holger Leister. Den Ausgaben gegenüber stehen die Mieteinnahmen.

Knappe Bauzeit Der Zeitplan ist straff – Ende Januar/Anfang Februar beginnen die Bagger mit dem Abriss der auf dem Grundstück zurzeit noch stehenden Gebäude. Die beiden darin ansässigen Banken werden während der Bauzeit aber nur die Häuser, nicht die Gemeinde Offenau verlassen. Gemeinsam ziehen Kreissparkasse und Volksbank Heilbronn schon zum Jahresende 2019 in einen gemeinsamen Container auf das Areal Hauptstraße 42 und stellen dort ihre Bankautomaten und SB-Terminals auf. Später geht es zurück in den Neubau am alten Standort.

Eine Linksabbiegespur für alle Besucher, die aus Richtung Gundelsheim von der B 27 aus das zukünftige Marktgelände ansteuern wollen, folgt im Frühjahr, mit dem Rohbau aus Betonfertigteilen soll im Mai begonnen werden. Ziel: Eröffnung im ersten Quartal 2021.

Zwei Partner hat sich die Gemeinde dabei ins Boot geholt, das Architektur- und Ingenieurbüro PS Planung und Service aus Ansbach und das Institut für Immobilien-Consulting (IIC) aus dem schwäbischen Uhingen. Beide waren in Offenau schon aktiv, unter anderem für das Bäckerei-Café Härdtner. „Wir erstellen hier keine Glaspaläste“, betont IIC-Geschäftsführer Thomas Hofmann. Vielmehr sei man mit „Sinn für das Machbare“ unterwegs.

Eingeschossig, mit einem flachen Dach, wird der Neubau sein. Aluminiumelemente setzen an der Fassade schimmernde Akzente. „Zweckmäßig, mit Stahlbetonfertigteilen, und einer Glasfassade, soweit die Nutzungskonzepte diese zulassen“, beschreibt Projektleiter und Architekt Stefan Riedmüller die Planung und betont: „Das Ganze ist modular aufgebaut und versucht so auch auf zukünftige Nutzungskonzepte einzugehen.“

Markt und Markthalle Von einem gemeinsamen Vordach aus geht es in die beiden Gebäudeteile -  rechts in den etwas mehr als 900 Quadratmeter großen Drogeriefachmarkt Rossmann, links in die Markthalle. Auf rund 350 Quadratmetern samt Außenterrasse haben hier ein Bäckerei- und ein Metzgereifachbetrieb sowie ein Obst- und Gemüsehändler Raum zur Entfaltung. Regional sollen diese unterwegs sein, mit Lust am Handwerk und ihren Produkten und dem Wunsch, gemeinsam auf einer Fläche etwas zu unternehmen. Erste Bewerbergespräche laufen, entschieden, wer in die Offenauer Markthalle einziehen darf, ist aber noch nichts. „Jeder kann sich bewerben“, betont Bürgermeister Folk.

Parkplatz mit E-Ladesäule 54 Parkplätze, jeder 2,70 Meter breit, stehen vor dem Marktgebäude bereit, dazu eine Abstellfläche für Fahrräder und auch Ladesäulen für Elektroautos sind vorgesehen.
Gerechnet wird mit knapp 800 Drogeriemarktbesuchern täglich. Und mit einem ordentlichen Umsatzpotenzial für die drei gesuchten Nahversorger neben dem Hochfrequenzbringer Rossmann. Ein entsprechendes Gutachten von der unabhängigen Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung aus Ludwigsburg hat die Gemeinde als Instrument für ihre Überzeugungsarbeit in der Tasche. (her)