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Wo soll die Natur näher ran in Offenau?

Plan zur Offenauer Bewerbung vom Dezember 2017

An insgesamt fünf Standorten, zum Teil verteilt auf mehrere Flächen, will Offenau 2018 im Rahmen des Förderprojekts "Natur nah dran" die biologische Vielfalt durch heimische Blumen und Staudenpflanzen fördern und so ganz im Sinne ihres Gemeindeslogans auch für Insekten "attraktiv im Neckartal" werden.

eingestellt: 14.3.2018

Natur nah dran - Biologische Vielfalt in Kommunen fördern

Nah ran bis ans Förderlimit

Bis zum ersten Pflanztermin dauert's noch ein wenig, doch die Insektenhotels aus der Holzwerkstatt an der Grundschule Offenau, sind bislang längst zusammengesetzt. (Foto: Gemeinde Offenau)

Den Förderrahmen in Höhe von 15.000 Euro ganz ausschöpfen will Offenau bei Natur nah dran".Mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen sprachen sich die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats bei ihrer Sitzung am 8. Mai für das Bauhofleiter Rainer Beer vorgestellte und von einer externen Beraterin ausgearbeiteten Bepflanzungskonzepts für fünf bislang nur mit Rasen begrünten Flächen in der Ortsmitte aus. Das Konzept muss noch vom NABU gebilligt werden. Gibt dieser seine Zustimmung, kann die Hälfte der Ausgaben zurückerstattet werden, also rund 7.500 Euro.

Geprüft wird in der Holzwerkstatt der Offenauer Grundschule zur Zeit der Bausatz für ein Insektenhotel. Mit viel Fingerspitzengefühl und Sandpapier schleifen die Nachwuchsschreiner kleine Bambusröhren innen und außen glatt - damit sich später kein Insekt beim Hineinkriechen an abstehenden Fasern die Flügel verletzt. Die Häuschen sollen später auf den fünf umgestalteten Grünflächen aufgestellt werden.

eingestellt: 18.5.2018

Tipps und Tricks zur Umwandelung der Rasenstreifen in Blumenwiesen gaben Planerin Eva Distler (Mitte) und Nabu-Projektmanagerin Carolin de Mattia Offenaus Bauhofleiter Rainer Beer. (Foto: Gemeinde Offenau)

Nah dran: Vor Ort in Offenau

Mit dabei ist Offenau 2018 bei der dritten Runde des Förderprojekts „Natur nah dran – Biologische Vielfalt in Kommunen fördern“ von Nabu und Umweltministerium Baden-Württemberg. Doch wie die Natur und ihr Artenreichtum wieder mitten in die Gemeinde bringen? Und wie die Vorhaben in der Neckargemeinde mit den bis zu 15.000 Euro Fördergeld abrechnen? Die theoretischen Vorgaben lernten Offenaus Bauhofleiter Rainer Beer und Stellvertreter Tobias Bolle bei einem Workshop in Ludwigsburg am 6. März kennen. Was diese in der Praxis für die Grünflächenpflege in der Neckargemeinde bedeutet, erfuhren die beiden ausgebildeten Landschaftsgärtner bei einer Ortsbegehung zwei Tage später. Fachplanerin Dr. Eva Distler und Nabu-Projektmanagerin Carolin de Mattia begutachtete die Standorte, die in der Neckargemeinde zu kleinen Biotopen umgewandelt werden sollen und gaben allgemeine Empfehlungen für die passende Bepflanzung, mit heimischen Wildpflanzen. Hauptregel Nr. 1: Kein Mutterboden unter die neuen Pflänzchen.

Diese erste Beratung gehört zur Aufnahme in das Förderprogramm mit dazu. Ob die Fachplanerin bei der weiteren behutsamen Umgestaltung der Grünstreifen entlang der Offenauer Ortsdurchfahrt sowie einer Rasenfläche am Rathaus ebenfalls mit dabei ist, muss noch entschieden werden.

eingestellt: 14.3.2018

Den ARtenreichtum wieder zurück in die Innenstädte bringen will das Förderprojekt "Natur nah dran" von Nabu und Umweltministerium Baden-Württemberg. (Foto: Archiv Gemeinde Offenau)

2018 ist Offenau mittendrin

Mittendrin statt nur nah dran, ist Offenau beim gleichnamigen Förderprojekt „Natur nah dran – Biologische Vielfalt in Kommunen fördern“. Das vom Naturschutzbund Baden-Württemberg initiierte und vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderte Projekt bringt schon im dritten Jahr mehr Farbe und Vielfalt in die Innenstäte und Ortsmitten im Land: Gemeinsam sind Nabu und Umweltministerium unterwegs, um einen Teil  der innerörtlichen Grünflächen durch heimische Blumen und Wildstauden wieder zu artenreichen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen zu machen. Neben Offenau dürfen sich 2018 zwölf weitere Städte und Gemeinden aus ganz BAden-Württemberg über ihre fachliche und finanzielle Unterstützung freuen.

eingestellt: 14.3.2018

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Insgesamt 64 Städte und Gemeinden aus ganz Baden-Württemberg bewarben sich 2018 für die dritte Runde des Förderprojekts, im zweiten Anlauf ist Offenau mit dabei.

Die Idee, besonders die entlang der Ortsdurchfahrt der B 27 gelegenen seitlichen Rasenstreifen behutsam in blühende Wiesen zurückzuverwandeln, überzeugte die Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Städtetages, des Gemeindetages, von Umweltministerium und Nabu. „Da sind auch schon Ideen da und es stecken Vorarbeiten drin“, begründet Projektmanagerin Carolin de Mattia vom Nabu die Entscheidung für die Bewerbung der Neckargemeinde

Jede der 13 teilnehmenden Kommune erhält eine Zuwendung in Höhe von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 15.000 Euro. In der Summe enthalten sind unter anderem auch Workshops für kommunale Bedienstete sowie Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit. Los gehen mit den Pflanzarbeiten soll es im Sommer.

Info:
Mit „Natur nah dran“ möchten NABU und UM Städte und Gemeinden mit Rat und Tat dabei unterstützen, Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten. Das Land Baden-Württemberg hat 2013 die Naturschutzstrategie verabschiedet, in der unter anderem das Ziel festgeschrieben ist, die biologische Vielfalt in Kommunen zu fördern. In diesem Rahmen hat der NABU-Landesverband gefördert durch das UM das Projekt „Natur nah dran“ gestartet. Der Gemeinde- und der Städtetag Baden-Württemberg unterstützen dieses Projekt.

Für die Förderung im Rahmen von „Natur nah dran“ 2018 wurden ausgewählt:

•    Regierungsbezirk Freiburg: Ettenheim und Oberkirch;
•    Regierungsbezirk Karlsruhe: Eberbach, Ladenburg , Mosbach, Walldorf und Walzbachtal;
•    Regierungsbezirk Stuttgart: Ehningen, Offenau und Vaihingen an der Enz;
•    Regierungsbezirk Tübingen: Argenbühl, Hechingen und Kusterdingen;

Weitere Informationen: www.naturnahdran.de