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Höchstspannungsleitung Brunsbüttel — Großgartach

die Vorhabenträger TenneT TSO GmbH und TransnetBW GmbH planen den Neubau einer Gleichstromverbindung zwischen den Netzverknüpfungspunkten Brunsbüttel und Großgartach, als Erdkabel. Es handelt sich dabei um das Vorhaben 3 des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPIG), für das die Bundesnetzagentur die Bundesfachplanungsverfahren durchführt.

Am 28.04.2017 haben die Vorhabenträger einen Antrag auf Durchführung des Bundesfachplanungsverfahrens gemäß § 6 Netzausbaubeschleunigungsgesetz Übertragungsnetz (NABEG) für den oben genannten Planungsabschnitt bei der Bundesnetzagentur gestellt. Ziel der Bundesfachplanung ist die Festlegung eines raum- und umweltverträglichen Trassenkorridors, innerhalb dessen im nachfolgenden Planfeststellungsverfahren der konkrete Verlauf der Leitungstrasse bestimmt wird.

In diesem Verfahren hat die Bundesnetzagentur am 04.07.2017 in Würzburg und am 11.07.2017 in Heilbronn öffentliche Antragskonferenzen durchgeführt, zu der die Träger öffentlicher Belange sowie die anerkannten Umweltvereinigungen mit Schreiben vom 12.05.2017 geladen wurden. In den Antragskonferenzen wurden Gegenstand und Umfang der für die Trassenkorridore vorzunehmenden Bundesfachplanung erörtert. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Antragskonferenzen hat die Bundesnetzagentur am 30.10.2017 den ersten Teil des Untersuchungsrahmens und am 20.12.2017 den zweiten Teil des Untersuchungsrahmens festgelegt, in denen der Inhalt der von den Vorhabenträgern zu ergänzenden Unterlagen gemäß § 8 NABEG für die Bundesfachplanung bestimmt wurde. Diese Unterlagen wurden der Bundesnetzagentur vorgelegt und am 21.03.2019 für vollständig erklärt.

Die Trassenführung innerhalb vom Landkreis Heilbronn und dem Stadtgebiet Heilbronn sieht folgenden Verlauf vor:

südlich von Ravenstein wird das UNESCO-Weltkulturerbe „Limes“ durch den Vorschlagstrassenkorridors (VTK) gequert, der schließlich weiter nach Südwesten, vorbei an Möckmühl, Neudenau und Oedheim verläuft und die Jagst sowie den Kocher quert. Bei Neuenstadt am Kocher verschwenkt der Korridorverlauf nach Westen und verläuft in Richtung des Großraums Heilbronn. Eine Umgehung des Großraums Heilbronn ist aufgrund der gesetzlichen Festlegung des Netzverknüpfungspunktes in Großgartach nicht möglich. Eine konfliktarme Überwindung dieses Raums soll durch eine ca. 13 km lange, untertägige Trassenführung in den Grubenbauen der Südwestdeutschen Salzwerke erfolgen.
Priorisiert werden derzeit ein Schacht östlich von Kochendorf (Bad Friedrichshall) zum Einführen der Kabel in das Bergwerk und ein Schacht direkt am Umspannwerk Großgartach zum Rückführen der Kabel an die Erdoberfläche.

Nachfolgend werden die Hauptdokumente (oder deren Zusammenfassungen) der nachfolgenden Punkte zum Download zur Verfügung gestellt:

I Erläuterungsbericht
II Technische Beschreibung des Vorhabens
III Raumverträglichkeitsstudie
IV.1 Umweltbericht im Rahmen der strategischen Umweltprüfung
IV.2 Untersuchungen zur Natura 2000-Verträglichkeit
IV.3 Artenschutzrechtliche Ersteinschätzung
IV.4 Immissionsschutzrechtliche Ersteinschätzung
V Einschätzen der Betroffenheit der sonstigen öffentlichen und privaten Belange
VI Fachbeitrag zur Prognose der wasserrechtlichen Zulässigkeit
VII Gesamtbeurteilung und Alternativenvergleich
VIII Planung Gesamtvorhaben
IX Abkürzungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis, Glossar

Die die vollständigen Unterlagen gemäß § 8 NABEG finden Sie hier: https://www.netzausbau.de/leitungsvorhaben/bbplg/03/E/BBPlG-3ASE-TabB-Status.html