Breitbandausbau: Gemeinde Offenau

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Breitbandausbau

Den langen Weg zum schnellen Internet beschreitet die Gemeinde Offenau unverdrossen. 2010 und erneut 2012 schreibt sie jeweils erfolglos eine Subvention aus, um den Ausbau des Ortsnetzes für einen Netzbetreiber wirtschaftlich attraktiv zu machen. Da das Telekommunikationsnetz den jeweiligen Betreibergesellschaften gehört, dürfen Kommunen nur finanzielle Anreize schaffen, und nicht selbst ausbauen.

Parallel bringt die Neckargemeinde bei eigenen Bauvorhaben Leerrohre in die Erde und leistet so Vorarbeiten für eine zukünftige Breitbandinfrastruktur. Gemeinsam mit den Nachbarstädten Gundelsheim und Neudenau schreibt Offenau Ende 2017 zum dritten Mal eine Beihilfe zur Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke aus. Das Ziel: eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 50Mbit/s im Downloadbereich. Knapp 235.000 Euro hatte Offenau im Vorfeld aus verschiedenen Fördertöpfen von Bund und Land für die Versorgung mit schnellem Internet zugesagt bekommen. 33.000 Euro muss sie aus eigener Tasche bezahlen.

Den Zuschlag für den Ausbau der Breitbandversorgung bekommt die Telekom. Glasfaserkabel führen zu verschiedenen Verteilerpunkten in den Partnerkommunen. Das letzte Stück des Wegs bis in die einzelnen Haushalte finden die Daten, außer in den Gewerbegebieten, über die bereits bestehenden klassischen Kupferkabel. Die Arbeiten sind im Spätjahr 2021 in Offenau abgeschlossen.

Im Sommer zeigt in der Region Heilbronn-Franken mit der Deutschen Giga Netz GmbH ein neuer Telekommunikationsanbieter Präsenz. Auch die Gemeinde Offenau ist der Vereinbarung zur Gigabitregion beigetreten. Schließen 35 Prozent aller Haushalte in der Neckargemeinde einen Vorvertrag ab, baut der Investor das Glasfasernetz mit Anschlüssen in jedes Haus auf eigene Kosten aus. Dieser sogenannte Vorvermarktungszeitraum lief in Offenau bis zum 30.1.2022.

Glasfaserausbau in Offenau durch die Deutsche Giga Netz

Ein eigenes Glasfasernetz für schnelles Internet, Telefonie und TV in Offenau aufbauen will die Deutsche GigaNetz GmbH. Infos und Voraussetzungen zu dem von der Gemeinde mit Interesse betrachteten Vorhaben gibt es auf der eigenen Infoseite des Unternehmens für Offenau im Internet. 35 Prozent aller Haushalte in der Neckargemeinde müssen erreicht werden, der Vorvermarktungszeitraum lief bis 30.1.2022. Mittlerlweile ist die Nachfragebündelung in Offenau ist erfolgreich abgeschlossen. Die geforderte Quote ist geschafft und das Telekommunikationsunternehmen beginnt für Offenau nun mit der weiteren Ausbauplanung.. (weiter)

Weiterführende Links

Homepage der Deutschen Giga Netz für Baden-Württemberg und die Region Heilbronn-Franken

aktualisiert: 23.02.2022

Telekom beendet Ausbau

Sechs solcher Multifunktionsgehäuse für ein schnelles Internetangebot der Telekom gibt es nun in Offenau. Ob auch der eigene Rechner schon auf den neuen Tarif umgestellt werden kann, erfahren Verbraucher*innen über die Homepage der Telekom. (Foto: Archiv Gemeinde Offenau)

Abgeschlossen hat die Telekom ihren im Mai 2021 begonnenen Breitbandausbau in Offenau. Glasfaserkabel bringen das schnelle Internet zu insgesamt sechs neu im Gemeindegebiet aufgestellten Multifunktionsgehäusen. Von dort finden die Daten ihren Weg weiter über die vorher bereits vorhandenen Kupferkabel zum heimischen Computer.

Verbraucher*innen, die das neue Angebot nutzen möchten, können prüfen, ob sie ihren Anschluss bereits umstellen können. Ein entsprechender Link auf der Homepage der Telekom gibt darüber Auskunft. Technische Schwierigkeiten, die hier und da in Offenau im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau der Telekom noch bestehen sollen, will das Telekommunikationsunternehmens in den nächsten Wochen behoben haben. (her)

eingestellt: 17.11.2021

Einzelne Übergabepunkte fehlen

Mit den Tiefbauarbeiten für den Ausbau des schnellen Internets in Offenau hat die von der Telekom mit den Arbeiten beauftragte Baufirma abgeschlossen. Nach den nun beginnenden zwei Wochen Bauferien stehen bis Ende August noch ein paar Anschlussarbeiten an. So müssen beispielsweise im Talweg Übergabepunkte in die Häuser markiert werden, genauso wie bei den Multifunktionsgehäusen. Insgesamt sieben Stück gibt es davon im gesamten Gemeindegebiet. Hier kommt das schnelle Internet per Glasfaserkabel an und legt über die bereits vorhandenen Kupferkabel den letzten Abschnitt bis zum heimischen Rechner auf dem Schreibtisch zurück. (her)

eingestellt: 9.8.2021

S wie schnelles Internet

Unterwegs nach Offenau ist das schnelle Internet im Mai 2021: Der lange ersehnte Breitbandausbau hat endlich begonnen. Passanten auf dem Radweg entlang der B 27 zeigt das schon mal die Kabelwindung an - "s" wie schnelles Internet. Bis Ende August sollen alle Offenauer Haushalte mit einer Geschwindigkeit von 100 MBit/s im weltweiten Datennetz umher bewegen dürfen. (her)

Wo das Glasfaser in die Erde kommt

Die Vertragspartner Telekom und Gemeindeverwaltung besprechen letzte Einzelheiten zum schnellen Internet in Offenau - Breitbandausbau bis August 2021 abgeschlossen

Die Planung ist eingereicht und auch die sogenannte Wegesicherung schon besprochen - für die letzte Etappe im Breitbandausbau in Offenau sind die Weichen auf dem Papier schon gestellt. Bevor die Bagger im April 2020 auch in der Neckargemeinde loslegen können, sind noch ein paar Einzelheiten zu besprechen. Bei einer Ortsbegehung, coronakonform mit Abstand und rechtzeitig vor dem Dezember-Lockdown, klärten Offenaus Kämmerer Holger Leister und Bauamtsmitarbeiter Rainer Beer zusammen mit Telekom-Projektleiter Martin Saupp, dem für den Breitbandausbau in der Neckargemeinde zuständigen Bauleiter des Telekommunikationsunternehmens Thomas Schwippert die letzten offenen Fragen. Für den mit den Bauarbeiten beauftragten Hoch- und Tiefbauspezialisten Schuler Bau aus Mosbach nahmen Juniorchef Sascha Kirschenlohr und Bauleiter Maurice Winkler am Gespräch daran teil.

Mehr als 16 Kilometer Glasfaserkabel sollen Offenau bis zum kommenden August das schnelle Internet bringen. Zwar liegt das Leerrohr zu nächsten möglichen Anschlussstelle in Bad Friedrichshall Jagstfeld schon seit den Arbeiten für die Abwasserdruckleitung der Gemeinde im Sommer 2015 unter der Jagst und der B 27 bereit.

2.500 Meter an Tiefbauarbeiten sind dennoch in Offenau notwendig. Dazu gehören das Gewerbegebiet Talweg und die Holzstraße, um das Rathaus anzubinden. Bereits seit einigen Jahren benutzt die Gemeinde Offenau jede ihrer kommunalen Baumaßnahmen, um gleich eine Ladung Leerrohre für zukünftige Internetleitungen mit in den Boden zu geben. Für den lange ersehnten Breitbandausbau werden die Spezialisten dennoch in der Vogelsang- und Bachenauer Straße Suchschlitze in die Straßenoberfläche klopfen müssen, weil noch nicht klar ist, ob sich in diesem Bereich bereits Leerrohre darunter befinden oder nicht.

Das schnelle Internet mit einer Downloadgeschwindigkeit von 100 Mbit pro Sekunde fndet seinen Weg in die Rechner der Neckargemeinde zunächst von der Vermittlerstelle der Telekom in der Jagstfelder Poststraße via Glasfaserkabel bis zum Kreisverkehr am südlichen Offenauer Ortseingang. Von dort geht es weiter zu verschiedenen Knotenpunkten. Einer ist ein sogenannter Netzverteiler. Diesen gibt es noch nicht in Offenau, er muss neu für die Anbindung an das schnelle Internet gesetzt werden. Von ihm aus führen dann in diesem Teil der Gemeinde die Glasfaserkabel direkt nach Hause bis zum Kunden - „fibre to the home“, kurz FTTH, heißt diese Verbindung im Fachjargon. Mit insgesamt 11.000 Meter Glasfaserkabel und dafür benötigten rund 1.650 Meter Strecke an Tiefbau macht sie den größten Teil der neuen Breitbandanbindung in Offenau aus.

An sechs weiteren Stellen im Ortsgebiet ersetzen sogenannte Multifunktionsgehäuse die dort schon am Bordstein (engl. curb) stehenden großen grauen Telefonschränke. Aufgrund der in ihrem Inneren verbauten Technik sind die Multifunktionsgehäuse größer als die alten Kabelverzweiger. Wo für sie kein Platz ist, bekommt der bestehende Kabelzweiger einen neuen Nebensteller an die Seite. Auch sie hängen an einem Glasfaserkabel. Bis zum Internetzuser nimmt das schnelle Internet ab hier aber das bereits vorhandene Kupferkabel. In diesem „Fibre to the curb“-Bereich, kurz FTTC, verlegt die Telekom rund 5.330 Meter Glasfaserkabel und hat rund 850 Meter an Tiefbauarbeiten zu bewältigen.

Hintergrund: Die Versorgung mit schnellem Internet beschäftigt Offenauer Gemeindeverwaltung und Gemeinderat seit Jahren. Verschiedene Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene, an denen sich die Neckargemeinde seit 2010 immer wieder beteiligte, verliefen im Sand. 2017 brachte eine gemeinsame Initiative mit den Nachbarkommunen Gundelsheim und Neudenau den Erfolg und Fördergelder für die drei Partner in Höhe von zusammen 1,4 Millionen Euro aus Bundesmitteln sowie 550.546 Euro aus dem Fördertopf des Landes Baden-Württemberg.

Die Ausschreibung, alle drei Gemeinden mit schnellem Internet zu versorgen, gewann die Telekom. Ihr Auftrag aus den Förderungsvorgaben: Versorgung der privaten Haushalte mit einer Geschwindigkeit von 50 mbit pro Sekunde im Downloadbereich sowie die Versorgung der Gewerbegebiete mit Glasfaserkabel. Auch die Offenauer Grundschule bekommt eines. Insgesamt sind auf dem Gebiet von Offenau, Gundelsheim und Neudenau rund 89 Kilometer Glasfaser zu verlegen und 25 Verteiler für schnelleres Internet zu setzen. Rund 1.650 Haushalte und Unternehmensstandorte kommen in den Genuss des Breitbandausbaus.

Der Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen wurde 2019 unterzeichnet, zwei Jahre hat die Telekom Zeit, ihn zu erfüllen. In Neudenau sind die Bagger seit  dem Herbst 2020 im Einsatz, in Gundelsheim und Offenau soll es im Frühjahr 2021 losgehen. Im August sollen die Arbeiten beendet und das schnelle Internet seinen Weg nach Offenau gefunden haben. Ab September sollen dann auch schon die neuen Tarife buchbar sein. Nach Abzug aller Fördermittel aus Bundes- und Landestöpfen verbleibt für die Gemeinde Offenau ein Eigenanteil von 30 Prozent, das sind rund 33.000 Euro. (her)

Breitbandausbau kommt voran

Auf dem Papier geschafft ist die nächste Etappe für eine schnelle Internetversorgung Offenaus: Knapp ein Jahr nach der Auftragsvergabe haben Rathausverwaltung und die Telekom die Verträge für die sogenannten Standortsicherungsvereinbarungen unterzeichnet. Sie legen fest, an welchen Stellen in der Neckargemeinde der neue Breitbandanschluss aus dem Boden kommt.

Glasfaserkabel für eine schnelle Internetverbindung bis zu den großen grauen Verteilerkästen in den Straßen, und von da weiter über das klassische Kupferkabel bis zum eigenen PC: So erreicht das schnelle Internet von der Hauptanschlussstelle in Bad Friedrichshall-Jagstfeld die meisten Ecken Offenaus. Im Gewerbegebiet Talweg sollen die Glasfaserkabel sogar bis in die Betriebe führen. Unterwegs im Downloadbereich sind die Nutzerinnen und Nutzer in der Neckargemeinde dann mit bis zu 100 mb/bit in der Sekunde.

Sechs bereits bestehende Verteilerkästen, in der Fachsprache Kabelverzweiger genannt, werden ab diesem Sommer ergänzt mit neuer Technik bzw. bekommen einen zweiten grauen Nebensteller an die Seite. An der Ecke Clemenshaller- und Schillerstraße kommt ein ganz neuer Glasfaser-Netzverteiler dazu.

Noch dauert es etwas, bis die Bagger für die notwendigen Tiefbauarbeiten anrollen können. Einzelheiten der Ausbauplanung müssen noch festgelegt, welche Art der Glasfaserkabel in welchen Abschnitten des zukünftigen Offenauer Netzes Verwendung finden, bestimmt werden. (her)

eingestellt: 20.7.2020

Vertrag mit Netzbetreiber unterschrieben, Meilenstein geschafft

Den entscheidenden Schritt weiter zum Ziel der besseren Breitbandversorgung ihrer Einwohner hat Offenau gemeinsam mit den Städten Gundelsheim und Neudenau geschafft. Durch die Unterschrift unter den Vertrag mit der Telekom wurde am 15. August im Sitzungssaal des Offenauer Rathauses die letzte Hürde genommen.

In knapp eineinhalb Jahren, ab 2021, sollen dann rund 1650 Haushalte mit einem Tempo bis zu 250 Mbit pro Sekunde im Internet surfen. 155 Gewerbebetriebe haben dann die Möglichkeit, einen Glasfaseranschluss mit bis zu 1 Gigabit/s zu bekommen, den nun auch alle Schulen auf dem Gebiet der Vertragspartner erhalten.

Bereits 2017 hatten sich die drei Nachbarkommunen zusammengeschlossen. Durch das gemeinsame Vorgehen versuchte man, bei Antragstellung und Ausführung mehr Gehör zu bekommen. Die Firma tkt-Vivax fungierte als Berater durch die Vielzahl der möglichen Förderprogramme. Diese reduzieren nun die Eigenanteile der Kommunen auf insgesamt 320 362 Euro. Nach etlichen juristischen Hürden konnten die Telekom Vertreter Volker Ackermann und Joachim Otto den Bürgermeistern Michael Folk, Heike Schokatz und Manfred Hebeiß die unterschriftsreifen Verträge präsentieren.

Jetzt geht die Telekom in die Feinplanung und beauftragt dann Tiefbauunternehmen mit dem Ausbau. Zunächst sollen die Gewerbebetriebe in den Genuss eines Glasfaseranschlusses kommen. Möglicherweise parallel dazu werden in Frühjahr 2020 die ersten Hausanschlüsse gelegt. Maximal gefördert wird aktuell immer der Anschluss bis in den Keller, es besteht aber keine Verpflichtung zu einem Vertrag.

Text: Peter Klotz

eingstellt: 9.9.2019

50 Mbit für alle Offenauer Haushalte

Es ist der dritte Anlauf, den die Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren unternommen hat, um schnelles Internet nach Offenau zu bringen. Zweimal bremsten gesetzliche Rahmenbedingungen und die fehlende Mitwirkungsbereitschaft der Netzbetreiber die Initiativen aus.

Dieses Mal ist die Ziellinie in Sicht: Ohne Gegenstimme ermächtigten die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats in ihrer Sitzung am 11. Dezember Bürgermeister Michael Folk, einen entsprechenden Ausbauvertrag mit der Deutschen Telekom zu unterzeichnen.
„Alle Offenauer Haushalte erhalten Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit/s im Downloadbereich und zehn Mbit/s beim Hochladen“, berichtete Kämmerer Holger Leister.

Knapp 235.000 Euro hatte Offenau im Vorfeld aus verschiedenen Fördertöpfen von Bund und Land für die Versorgung mit schnellem Internet zugesagt bekommen. Und weil die Formel gilt, je größer das Gebiet, desto interessanter, hatte sich die Gemeinde bei der Ausschreibung bereits mit den Nachbargemeinden Gundelsheim und Neudenau zusammengetan.

Mit diesen vereinten Kräften wurde zwischen Mai und Dezember nun das erste Angebot, das die Telekom als einzige Bewerberin für den Breitbandausbau in den drei Kommunen vorgelegt hatte, nachgebessert. Mit Erfolg: Neben der genannten Vollabdeckung aller Haushalte konnten weitere Anpassungen vorgenommen werden. Die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke, also die Differenz zwischen den Investitionskosten für den Ausbau und den Einnahmen, mit denen ein Netzbetreiber später rechnen kann, hat sich ebenfalls verringert. Diese Summe muss von Offenau allein getragen werden. Statt den ursprünglich kalkulierten rund 336.000 Euro sind es nun knapp 109.000 Euro. Abzüglich der Fördergelder „liegt der Offenauer Anteil bei 42.586,34 Euro“, sagt der Offenauer Kämmerer und betont: „Diese Summe ist endverhandelt.“

Der Vertragsentwurf liegt nun zur Prüfung beim Projektträger des Bundes für den Breitbandausbau in Deutschland. Auch die Bundesnetzagentur muss sich dazu noch äußern. Im Offenauer Rathaus geht man davon aus, dass noch in diesem Monat alle Zusagen eintreffen und der Ausbauvertrag mit der Telekom unterzeichnet werden kann. Bis die Offenauerinnen und Offenauer dann schnell im Internet unterwegs sein können, kann es bis zu 24 Monate dauern: Am Ausbauzeitraum hat der Versorger bei der Nachverhandlung nichts geändert.

eingestellt: 14.12.2018

Bald mit 50 Mbit unterwegs

Eine gute und eine weniger gute Nachricht konnte Offenaus Kämmerer Holger Leister bei der Gemeinderatssitzung am 8. Mai verkünden. Die weniger gute: Nur ein Telekommunikationsunternehmen hatte ein Angebot zum Schließen der sogenannten Wirtschaftlichkeitslücke beim Breitbandausbau abgegeben. Die gute Nachricht: Das Angebot lag mit 142.662 Euro deutlich unter dem von der Beratungsfirma der Neckargemeinde kalkulierten Summe von 335.000 Euro.

Knapp 235.000 Euro hatte Offenau im Vorfeld aus verschiedenen Fördertöpfen von Bund und Land für die Versorgung mit schnellem Internet erhalten. Mit diesem finanziellen Polster im Rücken setzte sich die Gemeinde am Tag nach ihrer Ratssitzung gemeinsam mit den Nachbarstädten Gundelsheim und Neudenau, mit denen zusammen sie auch schon die Ausschreibung durchgeführt hatte, und der Telekom an einen Tisch, um darüber zu beraten, ob sich die angebotenen Leistungen noch erweitern lassen. Ein Erfolg gibt es bei den Gesprächen schon: Alle Haushalte im Ausbaugebiet sollen Infos aus dem Internet mit einer Geschwindigkeit von 50 Mbit pro Sekunde herunterladen können. Im ersten Angebot sollten nur 91 Prozent so schnell unterwegs sein dürfen.

Den neuen Leistungsumfang muss die Telekom nun noch einmal schriftlich fixieren. Bis Ende Juni könnten die drei Gemeinde dem Telekommunikationsunternehmen dann ihre Zustimmung geben. Doch erst wenn der Bund die neuen Konditionen geprüft hat, kann der Vertrag über den Ausbau der Breitbandversorgung in Offenau, Gundelsheim und Neudenau unterzeichnet werden.

eingestellt: 14.5.2018

Ausschreibung läuft - Submission Mitte Februar 2018 erwartet

Die Ausschreibung für die Versorgung der Gemeinde mit schnellem Internet läuft. Mitte Februar 2018, so Offenaus Kämmerer Holger Leister bei der Gemeinderatssitzung am 5. Dezember, soll die Submission statt finden. Dann entscheidet sich, ob ein Netzbetreiber die von der Gemeinde ausgeschriebene Beihilfe zur Deckung der Wirtschaftlichkeitslücke annimmt, und Offenau flächendeckend mit einer Downloadgeschwindigkeit von 50 Mbit pro Sekunde versorgt. Wie schon bei den beiden Anträgen für das Bundes- bzw. Landesprogramm zur Förderung des Breitbandausbaus betreibt Offenau auch die Ausschreibung gemeinsam mit den Nachbargemeinden Gundelsheim und Neudenau.

eingestellt: 6.12.2017

Förderbescheid aus Stuttgart eingetroffen

Ihren zweiten gemeinsamen Förderbescheid, diesmal aus den Händen des Amtschefs für Digitalisierung im baden-württembergischen Innenministrerium, Ministerialdirektor Julian Würtemberger (2.v.r.) entgegen nehmen durften am 22. November Neudenaus Bürgermeister Manfred Hebeis (links), Amtskollegin Heike Schokatz aus Gundelsheim und Offenaus Bürgermeister Michael Folk (rechts). Insgesamt durften sich an diesem Mittwoch 56 Projekte zum Breitbandausbau im Land über zusammen rund 24 Millionen Euro Fördergelder freuen. Auf das Gemeinschaftsprojekt Neudenau-Gundelsheim-Offenau entfallen 550.546 Euro.

Offenau bekommt davon 67.166,61 Euro. Das sind 20 Prozent der Kosten, die zur Schließung der sogenannten Wirtschaftlichkeitslücke notwendig sind - der Spanne zwischen Kosten und dem Punkt, ab den für einen Netzbetreiber der Breitbandausbau in Offenau Gewinn abwirft. Weitere 167.730,47 Euro flossen aus einem vom Bund betriebenen Förderprogramm in die Gemeindekasse. Zusmmen macht das eine Fördersumme von 70 Prozent aus öffentlichen Töpfen. Die verbliebenen 30 Prozent in Höhe von 100.935,97 Euro muss die Gemeinde aus eigener Kraft aufbringen.

eingestellt: 24.11.2017

Offenau schreibt Beihilfe für Netzbetreiber aus

Einstimmig beauftragten die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats bei ihrer öffentlichen Sitzung am 17. Oktober die Verwaltung, eine Beihilfe zur Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke bei der Breitbandversorgung auszuschreiben. Ziel ist es, dass alle Internetbenutzer in der Neckargemeinde mit einer Geschwindigkeit von 50 Mbit pro Sekunde Daten aus dem weltweiten Datennetz herunterladen können. Den finanziellen Anreiz für ein Te-lekommunikationsunternehmen, in der Neckargemeinde für eine schnelle Internetverbindung zu sorgen, schafft Offenau, wie schon bei dem gemeinsamen Förderantrag beim Bundesminis-terium für Verkehr und digitale Infrastruktur, erneut zusammen mit den Nachbarkommunen Gundelsheim und Neudenau.

Bahn frei für die Breitbandversorgung

Offenau erhält über 160.000 Euro aus einem Bundesprogramm für schnelles Internet – Ausschreibung vermutlich im September (eingestellt: 10.8.2017)

Bei der Bürgerfragestunde im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 11. Juli 2017 musste Offenaus Kämmerer Holger Leister noch negativ antworten: „Wir haben unseren Antrag fristgerecht am 28. Februar abgegeben, habe aber noch keine Antwort aus Berlin.“ Seit dem 9. August ist die langersehnte Zusage nun schwarz auf weiß auf weiß da, wenngleich noch nicht auf dem Konto der Gemeinde eingetroffen: Gemeinsam mit den Nachbarkommunen Gundelsheim und Neudenau erhält Offenau aus dem Förderprogramm des Bundes zum Ausbau der Breitbandversorgung rund 1,4 Millionen Euro. Ziel des Programmes ist es, dass jeder Haushalt in Deutschland mit einer Geschwindigkeit von 50 Mbit pro Sekunde im Internet unterwegs sein kann.

Wirtschaftlichkeitslücke Der Bescheid markiert einen Meilenstein auf dem langen Weg der Gemeinde zu einer schnellen Internetanbindung (siehe Infokasten „Vorgeschichte“) „Und er ist die Voraussetzung dafür, dass wir als Kommune in diesem Bereich überhaupt tätig werden dürfen“, sagt Leister. Dieser Bereich meint die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke bei der Versorgung einer Gemeinde mit schnellem Internet. Mit anderen Worten: Wieviel Geld fehlt bis zu der Summe, ab der es sich für einen Netzbetreiber in einer Gemeinde lohnt, in dieses Dienstleistungsgeschäft einzusteigen?

In Offenau sind das exakt 335.460,94 Euro, eine bereits vom Gemeinderat in Auftrag gegebene und ebenfalls mit Fördermitteln aus Berlin bezahlte Studie hat dies bereits ermittelt. 50 Prozent davon, also rund 168.000 Euro, bekommt die Neckargemeinde nun dank des am 9. August bei einer Feierstunde im Neudenauer Rathaus vom zuständigen Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur überreichten Bescheids.

Und wenn Offenau nun selbst so viel Geld auf der hohen Kante gehabt hätte, um diese Wirtschaftlichkeitslücke aus eigener Kraft zu schließen? Offenaus Kämmerer schüttelt den Kopf. „Nur in diesem Verfahren war gewährleistet, dass alle Vorgaben der EU zur Subventionierung privater Dienstleister mit öffentlichen Geldern erfüllt sind. Wären wir ohne dieses Verfahren selbst aktiv geworden, hätten wir die vielen Nachweise erbringen müssen.“

Geld vom Land Im Moment sieht es so aus, als ob Offenau nur noch einen weiteren Nachweis erbringen müsste: Das Bundesprogramm lässt sich nämlich kombinieren mit einem mittlerweile vom Land Baden-Württemberg aufgelegten eigenen Förderprogramm zu Breitbandversorgung. 20 Prozent der Gesamtsumme der Wirtschaftlichkeitslücke sind hier im Topf, im Offenauer Fall immerhin rund 67.000 Euro. Seit Anfang August können Anträge gestellt werden, Offenau wird sich wieder gemeinsam mit Gundelsheim und Neudenau bewerben. „Bekommen wir auch hier eine Zusage, müssen wir noch knapp 101.000 Euro aus eigener Tasche zuschießen, um die Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen“, rechnet Leister vor.

Ausschreibung Parallel dazu arbeitet man im Offenauer Rathaus an der Ausschreibung zur Verbesserung der Breitbandversorgung im Ort. „Unser Ziel sind 50 Mbit/s für jeden Haushalt“, sagt der Kämmerer. Voraussichtlich in der ersten Sitzung nach der Sommerpause im September soll der Gemeinderat über die Ausschreibung beschließen. Zwei Monate Zeit haben danach die Bewerber, ihr Angebot abzugeben. Im Dezember sollen die Ergebnisse vorliegen, und auch die Co-Finanzierung vom Land stehen, hofft Leister.

Bagger nicht vor 2019 Das Ergebnis der Ausschreibung, die eventuelle Förderzusage des Landes und zahlreiche weitere Dokumente müssen dann noch einmal zur abschließenden Prüfung ins Bundesfinanzministerium geschickt werden. Eine Antwort erwartet Offenaus Kämmerer im ersten Quartal 2018. Erst danach darf der Vertrag mit einem Netzbetreiber unterzeichnet werden. Und der hat dann weitere zwölf Monate Zeit, um seine Glasfaserkabel zu verlegen. Schnelles Internet in Offenau dauert also noch bis zum Jahr 2019, doch das Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung scheint nach einem langen Weg endlich in Sicht zu sein. (her)

eingestellt: 10.8.2017