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Einladung zur Auftaktveranstaltung

Wer schlüpft im Jubeljahr 2017 in welche Rolle?

Ihr Jubiläum 2017 buchstäblich in Szene setzt die Gemeinde Offenau. Im Rampenlicht: Der Fährmann und der Hugebocher, eine geheimnisvolle Bühnenstory aus 1250 Jahren Ortsgeschichte, exklusiv geschrieben für den Gemeindegeburtstag vom Stuttgarter Autor Jürgen von Bülow. Dialektgewandte Miminen und Mimen, zupackende Bühnenarbeiter und fleißige Lieschen melden sich im Theaterbüro im Rathaus, Telefon 07136 95 49 18, sonja.schumm(at)offenau.de

Grafiken: lichtkunst.73/Pixelio.de

Tipp: Zeitreise mit 17 Stationen

Wie wäre es mit einem Spaziergang durch die Offenauer Geschichte? Der historische Rundweg nimmt Sie mit zu einer Zeitreise in 17 Stationen. Über Ihre Anfrage freut sich Gemeindearchivar Daniel Kress, Fon 07136 95 40 40, Mail daniel.kress(at)offenau.de

Offenauer Geschichte und ihre Geschichten

Sie möchten einen längeren Blick in die Offenauer Geschichte werfen, als Ihnen die Schlaglichter auf dieser Seite gestatten? Unser Heimatbuch nimmt Sie auf 636 Seiten mit zu einem Streifzug durch fast 1250 Jahre Ortshistorie und weiß daraus so manch interessante Geschichte zu erzählen. Das Heimatbuch kostet 39,80 Euro und gibt es - natürlich -  auch im Rathaus zu kaufen. 

2017 wird ein Jubeljahr voller Glanzlichter

Foto (Montage): Petra Harris/Gemeinde Offenau

Erste Highlights im Veranstaltungskalender setzen schon einmal die Termine der Gemeindeverwaltung. Aber auch die Offenauer Vereine sind im Jubeljahr 2017 mit dabei und stellen ihre Jahresfeiern ganz in den Dienst des Gemeindejubiläums. Die Fäden in der Hand für über zwei Dutzend Veranstaltungen hält der Arbeitskreis Jubiläum - und ab Februar auch jeder Interessierte gebündelt mit dem dicken Programmheft zum 1250. Geburtstag Offenaus.

aktualisiert: 7.12.2016

Heimatgeschichte in Schlaglichtern

Kelten, Römer und Alamannen hatten bereits ihre Spuren hinterlassen, als die Franken nach dem Jahr 500 die seit der Altsteinzeit besiedelte Kulturlandschaft am unteren Neckar eroberten und neue Siedlungen errichteten.

Das von ihnen gegründete „Offenheim“, dessen Name einst ganz wörtlich den Hof und damit das Heim eines Clanoberhaupts namens "Offo" bezeichnete, wurde am 26. April 767 im Lorscher Kodex, einer bekannten Handschrift des mittlerweile zum Weltkulturerbe zählenden Klosters Lorsch bei Darmstadt zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Verwaltung Während der Stauferzeit im 12. und 13. Jahrhundert unterstand das Reichsdorf Offenau unmittelbar der Kaiserpfalz Bad Wimpfen, die sich gegenüber auf der anderen Uferseite des Neckars erhebt.

Etwas mehr als 100 Jahre liegen zwischen den beiden Ansichten der Neckargemeinde. Die Saline beherrscht das Ortsbild nicht mehr, Offenau hat sich zur Wohngemeinde mit Einfamilienhäusern entwickelt.

Ab 1362 hatten dann die Erzbischöfe von Mainz die Landeshoheit inne. Sie wurden 1484 vom Deutschen Ritterorden abgelöst, der bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die Landesherrschaft ausübte. Die Deutschritter gaben dem Ort seinen heutigen Namen „Offenau“. 1805 wurde Offenau württembergische Gemeinde.

Kirchenrecht Kirchenrechtlich gehörte Offenau zunächst zum Bistum Worms, vom 8. Jahrhundert bis zur Säkularisation zum Bistum Würzburg. 1821 gelangte seine katholische Pfarrei St. Alban schließlich zum neugegründeten Bistum Rottenburg.

Es ist deshalb wenig verwunderlich, dass die beiden größten Grundherren im Ort bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein das Ritterstift in Wimpfen im Tal und das Bistum Worms waren. An sie ging zu zwei bzw. einem Drittel der Zehnte der Offenauer Bauern.

Vom Salz zum Zucker

Bis 1929 rauchten die Schlote in der Offenauer Saline Clemenshall. Die in der Nähe der Neckarbrücke nach Bad Wimpfen gelegenen Solequellen der Gemeinde lieferten ihr salzhaltiges Nass noch bis 1969 an die Saline in Bad Friedrichshall-Jagstfeld.

1969 wurde zum letzten Mal Offenauer Sole gefördert und in der Jagstfelder Saline Friedrichshall zu Salz verarbeitet. Damit endete eine jahrhundertealte Salzproduktion.

Die Gründung der Saline Clemenshall 1754 hatte einst den Startschuss gegeben zur Entwicklung der Heilbronner Region zum bedeutendsten Salzgewinnungsgebiet Südwestdeutschlands. Ihr folgten die Gründung der Salinen in Bad Wimpfen, Bad Friedrichshall und Bad Rappenau.

Schon die Kelten hatten am unteren Neckar Salz hergestellt. Die Existenz einer mittelalterlichen Saline in Offenau wird von Fachleuten vermutet, konnte bislang jedoch nicht nachgewiesen werden. Der Ortsgrundriss lässt eine hochwassersichere Lage einer solchen Saline inmitten des Vierecks der Straßenzüge Hauptstraße, Pfalzstraße, Brunnenstraße, Neckarstraße vermuten.

1929 wurde die Saline Clemenshall stillgelegt. Die Siedehäuser wurden abgerissen, das Solereservoir brannte 1981 nieder. Die beiden Bohrhäuser unterhalb der Mündung der Jagst in den Neckar versahen noch bis 1969 ihren Dienst. An Stelle der einstigen barocken Fabrikanlage im Ortsinnern befindet sich heute das Rathaus.

Lediglich das 1780 errichtete Salzmagazin, heute direkt an der Bundesstraße am Ortsausgang Richtung Jagstfeld gelegen, verweist auf die Offenauer Salzgeschichte. Als 1971 das Werk der Südzucker-AG an der Straße nach Duttenberg seinen Betrieb aufnahm, war der Übergang von der Salz- zur Zuckerherstellung vollzogen.

Die Zeit als Solekurbad

Ein Gruß aus dem Solebad Offenau: Das Badhotel Linde verfügte um 1900 sogar über eigene Postkarten.

Älter noch als die Salinengeschichte ist die Geschichte Offenaus als Solekurbad.

Im 16. Jahrhundert begann der Deutsche Ritterorden, die am Neckar austretenden Salzquellen für Heilzwecke zu nutzen. Um 1560 nahm das Sommerkurbad in einer umgebauten Feldscheune in der Nähe des solehaltigen Badbrunnens am Neckarufer seinen Betrieb auf.

Der erste dokumentierte Kurgast war die regierende Markgräfin Anna von Baden-Durlach, die das Offenauer Bad 1580 gegenüber ihrer Heidelberger Kollegin, der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz, in den höchsten Tönen lobte.

Offenau ist damit eines der ältesten Soleheilbäder Deutschlands, in denen Solebäder unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wurden.

Die hochwohlgeborenen Badegäste übernachteten zunächst in Privatquartieren oder in einem der einfachen Gasthäuser, bis 1790 das Badehotel Linde Kur- und Übernachtungsbetrieb unter einem Dach zusammenführte.

Mit Eröffnung der badischen Eisenbahnlinie von Neckargemünd nach Jagstfeld 1871 nahm der Kurbetrieb einen erneuten Aufschwung. Zwischen Hotel und Bahnhof erstreckte sich der Kurpark, der sogenannte Lindengarten.

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der Kurbetrieb eingestellt. An Stelle der Linde befindet sich seit 2002 das Kulturforum Saline.

Romantisches Refugium: die Graf-von-Westerholt-Kapelle

Romantischer Rückzugsort: die Graf-Westerholt-Kapelle stand einst halb verborgen unter Bäumen im Garten des Salzschreiberhauses. (Foto: Petra Harris)

Neben dem Kulturforum Saline steht die 1892 errichtete Graf von Westerholt-Kapelle. Ursprünglich befand sich die ganz aus Holz gezimmerte Kapelle im Garten des benachbarten Salzschreiberhauses, welches Graf Otto von Westerholt-Gysenberg nach einem Kuraufenthalt in Offenau als privaten Wohnsitz erworben hatte.

Die Kapelle, inzwischen von Grund auf renoviert, trägt in den Fächern der Außenwände noch immer die Original-Eichenrinde. Die ehemals private Gebetsstätte wird dem Heimatstil zugerechnet und steht unter Denkmalschutz.

Lage

Foto: Gerhard Launer WFL-GmbH

Offenau liegt hineingeschmiegt in eine Schleife des Neckars und direkt an der Bundesstraße 27 zwischen Heilbronn und Heidelberg. Bei der Anreise über die Autobahn A 6 führen Sie sowohl die Abfahrten "Neckarsulm-Obereisesheim" als auch "Bad Rappenau" nach rund neun Kilometern zum Ziel.

Vom Offenauer Bahnhof an der Schienenstrecke Mannheim-Stuttgart sind es nur wenige Schritte bis zur Ortsmitte mit ihren zahlreichen Fachgeschäften. 

Wenn Sie Offenau mit dem Bus besuchen möchten, sitzen Sie in der Linie Heilbronn-Mosbach richtig. Der internationale Flughafen Stuttgart liegt rund 60 Kilometer entfernt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und zeigen Ihnen hier den Weg.

Gemeindearchiv

Foto: Gemeinde Offenau

Sie möchten noch mehr Geschichten aus der Offenauer Geschichte erfahren? Gemeindearchivar Daniel Kress erzählt Ihnen gern mehr.

Kontakt:
Grundschule Offenau
Gemeindearchivar Daniel Kress
Haupstraße 38
74254 Offenau

Fon: 07136 95 40 40
Fax: 07136 95 40 40
Mail: daniel.kress(at)offenau.de