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19.07.2017

Zeigt her eure Füße in den Neckarwiesen

Kategorie: Aktuelles

(Foto: Gemeinde Offenau)

So als ob das berühmte Schneemonster Big Foot seine Abdrücke in den Offenauer Neckarwiesen hinterlassen hätte, weisen drei große Betonplatten in Form eines nackten Fußes den Weg zum neuen Barfuß-Pfad am Salz- und Sole-Radweg. Drei Abschnitte auf der sinnlichen Strecke sind unter der sengenden Julisonne an diesem Nachmittag noch leer. „Da kommen noch Steine hinein“, erzählt Christine Bertsch.

emeinsam mit ihren Schützlingen und Kolleginnen hatte die Leiterin der Offenauer Kindertagesstätte St. Anna die Idee. Das Grundstück gehört der Gemeinde, aber den Plan zur Wirklichkeit macht buchstäblich die Mannschaft des EnBW-Macherbuses. Und dass der Station in den Offenauer Neckarwiesen macht, liegt daran, dass so viele bei der gleichnamigen Abstimmungsaktion für soziale Projekte des Energieunternehmens im Internet im Juni ihren virtuellen Daumen hoch dem Offenauer Barfuß-Pfad gezeigt haben. Mit 1082 Stimmen gewann die Idee aus St. Anna in der Projektkategorie „Tiere und Umwelt“.

Einen Tag Zeit haben die acht Teammitglieder an Bord des Macherbuses, den Barfuß-Pfad in den Offenauer Neckarwiesen anzulegen, Sitzbankmontage und Baumpflanzen inklusive. „Das A und O ist die richtige Planung der Initiatoren vor Ort“, sagt Mannschaftskapitän Thomas Mai. Auf die Finger schaut den EnBW-Machern, die sich alle freiwillig und aus ganz unterschiedlichen Abteilungen des Energieunternehmens quer durch Baden-Württemberg für die Aktion gemeldet haben, ein Filmteam.

Beim Offenauer Barfuß-Pfad liegt die Herausforderung aber nicht nur in der Logistik, sondern auch in der Ästhetik. „Es muss schön aussehen und von allen, die es möchten, benutzt werden können“, zählt Mai die Anforderungen auf. 5000 Euro spendet die EnBW zusätzlich zur Arbeitskraft für die Baumaterialien.

Lust darauf, Socken und Schuhe ins Gras zu legen und vorsichtig einen nackten Fuß nach dem anderen auf die sinnliche Strecke zu setzen, macht das Konzept von Landschaftsgärtner Tobias Bolle. „Wir wollten Sachen haben, über die man im Alltag nicht so oft barfuß läuft.“  Zwischen Beeten aus kleinen und großen Kieselsteinen liegen deshalb Abschnitte aus rauer, brauner Kokosmatte, leise raschelnder Pinienrinde, aus grünem Kunstrasen und roten Gummimatten.

Ein Bett aus Beton und Splitt sowie ein Einfassung aus Natursteinen sollen die drei Teile des Wegs auch im Hochwasserfall an Ort und Stelle halten. Halt machen an der sinnlichen Strecke dürfen alle Spaziergänger ab sofort, und ihre Schritte mal abseits der gewohnten (Barfuß-)Pfade und Oberflächen lenken. (her)