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30.03.2015

Wasserschifffahrtsamt übernimmt Ufersanierung

Kategorie: Aktuelles

Die roten Markierungen gibt es nur auf dem Foto, die Beschädigungen des Offenauer Ufers dazwischen sind aber echt und werden nun vom Wasserschifffahrtsamt saniert. (Archivfoto: Team Bauhof/Rainer Beer)

Kurzbericht zur Gemeinderatssitzung am 24. März 20156

TOP 1
Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse aus den Sitzungen vom 10.2.2015 und 3.3.2015

Sitzung des Gemeinderats vom 10.2.2015

Der Gemeinderat traf mehrere Entscheidungen zur Versorgung der Gemeinde mit schnellem Internet. Das Gremium entschied in einer Bauangelegenheit.
Der Gemeinderat nahm Stellung in einem Gerichtsverfahren.
Das Gremium verzichtete auf Erschließungsgebühren und regelte eine Pachtangelegenheit.

Sitzung des Gemeinderats vom 3.3.2015

Der Gemeinderat entschied in einer Bausache.
Das Gremium traf eine Entscheidung in einer Angelegenheit der Freiwilligen Feuerwehr Offenau.

TOP 2
Grünpflege
Hier: Straßenbäume

Wie soll die Gemeinde ihre Bäume am Straßenrand behandeln, wenn sie ausgewachsen sind? Diese Frage beschäftigte die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats bei ihrer vergangenen Sitzung am 24. März. Wiederholt hatten sich einige Anlieger im Rathaus über die Bäume beschwert, die unmittelbar vor ihrer Haustür wachsen. Die Kritikpunkte reichen von Verschmutzungen, mit Laub verstopften Regenrinnen, durch das Blattwerk beschattete Photovoltaikanlage bis zur Sorge, dass die großgewachsenen Bäume bei einem Sturm auf das Wohnhaus stürzen könnten.

Ausgiebig diskutierte das Gremium in Anwesenheit von zwei der besorgten Anwohner über die Zukunft der Bäume. Dabei galt es eine Grundsatzentscheidung zu treffen, denn das Verhalten gegenüber den sogenannten Problembäume bestimmt auch, wie das Team des Gemeindebauhofs die übrigen Straßenbäume in Offenau pflegen soll.

Unmissverständlich ab lehnte Bauhofleiter Rainer Beer das Fällen bzw. ein Absägen der als gesund bewerten Bäume auf halber Wuchshöhe: „Dies ist eine Maßnahme, die man bei Bäumen anwendet, die schon beschädigt sind. Langfristig faulen die Wurzeln ab.“ Da der Baum den Verlust von rund der Hälfte seiner Blattmasse möglichst schnell wieder ausgleichen wolle, treibe er aus, sodass das Bauhofteam verstärkt mit dem Nachschneiden der jungen Äste beschäftigt sei.

Diese Ansicht konnten die Gremiumsmitglieder nachvollziehen und kamen deshalb überein, dass die Straßenbäume auch weiterhin wie gewohnt vom Bauhofteam gepflegt werden.

Die beiden anwesenden Anlieger waren mit dieser Entscheidung nicht einverstanden. Sie hätten es vorgezogen, wenn die Gemeinde die beanstandete Säuleneiche und den Eichenbaum fällen ließe.

TOP 3
Ufersicherung im Bereich des Festplatzes am Neckar

Nur provisorisch aufgefüllt sind die Ausbrüche und Ausspülungen in der kleinen Bucht an der Johann-Michl-Promenade, die beim Kornlupferfest im Sommer den Fischerstechern als Ausgangshafen dienen. Eine Spundwand könnte eine dauerhafte Lösung sein. „Aber die kann bis zu 40.000 Euro kosten und wir hätten anschließend kein natürliches Ufer mehr“, informierte Bauhofleiter Rainer Beer die Ratsmitglieder.

Das Wasserschifffahrtsamt in Heidelberg schlägt eine andere Lösung für das rund 50 Meter lange Uferstück vor. Grobe Schotterstücke, sogenannte Wasserbausteine, sollen, zusammen mit einem dazwischen gelegten Vlies, das Offenauer Neckarufer mindestens 20 Jahre lang sichern. Die Kosten für die Maßnahme würde das Wasserschifffahrtsamt dabei nicht nur für den stark beschädigten Abschnitt, sogar gleich für die gesamte, rund 150 Meter lange Bucht übernehmen.

„Sicher, ein zwei Jahre lang würden die Wasserbauteine Spaziergängern am Neckarufer schon ins Auge fallen“, räumte Beer ein. „Aber es ist das übliche Vorgehen bei Ufersicherungen. Sorge bereitete den Ratsmitgliedern bei ihrer Beratung allerdings weniger das Aussehen der Uferpromenade als der Zeitpunkt für den Beginn der Sanierungsarbeiten. Sind Kornlupferfest und Fischerstechen von der Maßnahme betroffen? Beer konnte Entwarnung geben. So sollen die Bauarbeiten erst im September beginnen und auch das kleine Anlegepodest mit den Stufen in der Uferböschung soll erhalten bleiben.

Einstimmig beschlossen die Gremiumsmitglieder deshalb, das Angebot des Wasserschifffahrtsamts zur Ufersicherung anzunehmen. Auf längere Sicht könnte das sanierte Ufer darüberhinaus auch den von der Gemeinde schon seit längerem gewünschten Neckarsteg möglich machen.

So fördert das Land Baden-Württemberg ähnliche touristische Projekte, wenn diese mit einer Aktion zum Gewässerschutzes verbunden sind. Die Fördersumme ist dabei genauso hoch wie die Kosten, die für die Umsetzung der gewässerökologischen Maßnahme aufgewendet werden müssen. In Frage kämen beispielsweise das Anlegen eines Neckaraltarms oder eine Uferabflachung.

Rund 80.000 Euro könnte der Offenauer Steg kosten. Der Weg bis zu einer eventuellen Umsetzung der Idee ist deshalb, angesichts der derzeit hohen Verschuldung, der Gemeinde noch lang, doch das Gemeindejubiläum im Jahr 2017 könnte ein Anlass sein.

TOP 4
Streuobstwiesenbörse
Hier: Beschluss zur Förderung von Baumschnittmaßnahmen

Die Gemeinde Offenau stellt einen Antrag auf Aufnahme in das „Förderprogramm Baumschnitt“ des Landes Baden-Württemberg. Das beschlossen die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats einstimmig und ohne Diskussion. Mit dem Programm möchte das Land den Erhalt und die Pflege des Streuobstwiesenbestands im Südwesten unterstützen.

15 Euro bezahlt das Land für jeden Baum, wenn er im Zeitraum von fünf Jahren mindestens einmal geschnitten wird. Legt die Gemeinde oder eine Initiative von Privatpersonen ein zweites Mal die Schere an, gibt es weitere 15 Euro.

Mindestens 100 Bäume müssen auf diese Weise und natürlich auch fachmännisch gepflegt werden; in Offenau kommen aus dem Besitz der Gemeinde 134 in Frage. Bewerbungsschluss für das Programm ist der 15. Mai.

TOP 5
Genehmigung der Belegungspläne für die Sporthalle und das Kleinspielfeld für das Sommerhalbjahr 2015

Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat die Belegungspläne für die Sporthalle und das Kleinspielfeld im Sommerhalbjahr 2015.. Die Pläne waren zuvor mit der Turngemeinde Offenau abgesprochen worden und gelten vom 1. April bis zum 30. September.

TOP 6
Lärmaktionsplan der Stadt Bad Friedrichshall
Hier: Stellungnahme der Gemeinde bis zum 27. März 2015 im Rahmen der Behördenbeteiligung

Keine Einwendungen erhoben die Mitglieder des Gemeinderats gegen den Lärmaktionsplan der Stadt Bad Friedrichshall. Die darin zusammengefassten Maßnahmen zur Verminderung der Lärmimmissionen in der Nachbarstadt berühren die Interessen Offenaus nicht.

TOP 7
Baugesuche

Gleich mehrere Baugesuche standen auf der Tagesordnung des Gemeinderats, darunter auch eines in eigener Sache. Für den Anschluss der Gemeinde an das Kanalnetz des Abwasserzweckverbands Unteres Sulmtal muss auf dem Gelände der derzeit noch aktiven Offenauer Kläranlage ein neues Pumphaus gebaut werden. Verbunden mit dem Neubau sind der Abriss der beiden bestehenden Belebungs- und Nachklärbecken. Beide Einrichtungen werden, wenn das Abwasser der Gemeinde durch die neue, noch zu bauende Druckleitung unter den Neckarwiesen nach Bad Friedrichshall-Jagstfeld fließt, nicht mehr benötigt. Die Mitglieder des Gemeinderats stimmten dem Baugesuch einstimmig zu. (her)