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16.04.2014

Schon wieder Baum am Neckar beschädigt

Kategorie: Aktuelles
Von: Nadine Herwerth-Gajer

Wo die Spitze des Bäumchens sitzen müsste, klaft nur eine helle Wunde. Jetzt muss ein anderer Ast als Leittrieb herangezüchtet werden. (Foto: Gemeinde Offenau)

Auf den ersten Blick wirkt das kleine Bäumchen mit den vielen grünen Blättern, das am Rastplatz in den Neckarwiesen steht, gesund. Biegt man aber die Äste zur Seite sieht, fällt die Diagnose anders aus. „Der Leittrieb ist weg“, erläutert Bauhofleiter Rainer Beer. Mit anderen Worten: Der jungen Elsbeere wurde die Spitze herausgebrochen. „Das ist der wichtigste Teil des Baumes.“

Jetzt muss Beer einen geeigneten Seitenast zu einem neuen Leittrieb machen. Das geschieht, indem er den Ast hochbindet. Der jungen Elsbeere, die vom Nabu betreut wird und die erst im vergangenen November gesetzt wurde, wird die Spezialbehandlung zumindest am Anfang nicht gefallen. Beer darf deshalb häufig nach dem Bäumchen sehen. Er geht davon aus, dass der Verlust der Spitze die Elsbeere in ihrer Entwicklung um drei Jahre zurück wirft.

Bauhofleiter Rainer Beer ist aber nicht allein deshalb sauer. Das Bäumchen am Rastplatz ist in diesem Jahr bereits der zweite Baum am Neckarufer, der mutwillig beschädigt wurde. Nicht mal drei Wochen ist es her, dass Unbekannte einer frisch gepflanzten Eiche am Festplatz eine tiefe Kerbe in den dünnen Stamm schnitten. (her)