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15.06.2016

Offenau tritt Musikschule Unterer Neckar bei

Kategorie: Aktuelles

Foto: Clipdealer.de

Kurzbericht zur öffentlichen Gemeinderatssitzung am 7. Juni

TOP 1
Bekanntgaben der nichtöffentlichen Beschlüsse aus der Sitzung am 10. Mai

Der Gemeinderat entschied in einer Bauangelegenheit.

TOP 2
Musikschule Unterer Neckar (MUN)
a) Antrag der Freien Wähler Fraktion vom 27.5.2016
b) Beitritt zur Musikschule Unterer Neckar und Anpassung der Jugendförderung; Änderung der Förderrichtlinien der Gemeinde

Die Gemeinde Offenau wird das sechste Mitglied im Trägerverein der Musikschule Unterer Neckar in Bad Friedrichshall. Mehrheitlich sprachen sich die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats bei ihrer jüngsten Sitzung am 7. Juni für den Beitritt aus. Die Entscheidung setzt einen vorläufigen Schlusspunkt hinter eine mehrere Jahre dauernde Diskussion um eine Mitgliedschaft der Neckargemeinde. Das Ja der Offenauer Bürgervertreter stellt die Kooperation der Gemeinde mit der MUN an ihrer Grundschule sowie die Zusammenarbeit des Offenauer Kolping-Blasorchester und der MUN im Rahmen der Bläserklasse auf eine neue Grundlage.

Die Antwort auf die Beitrittsfrage blieb unter den Mitgliedern des Offenauer Gemeinderats bis zum Schluss umstritten. Ein Bürgervertreter votierte gegen den Beitritt. Ihn stören die im ersten Jahr zusätzlich zu den Mitgliedsbeiträgen anfallenden Ausgaben für die Ausstattung der Unterrichtsräume in Offenau.

Erst am Anfang steht die Diskussion um die Zukunft der Jugendförderung im Besonderen und eine Förderung der Vereine in Offenau im Allgemeinen. Bürgermeister Michael Folk wollte die Entscheidung über einen Beitritt zur Musikschule Unterer Neckar mit einer Erhöhung der Jugendförderung von derzeit zehn auf 20 Euro pro Jugendlicher und Jahr verbunden wissen. „Der Beitritt wäre sonst eine einseitige Förderung der Jugendlichen, die Musik machen“, begründete er seinen Vorschlag.

Noch höher setzte die Fraktion der Freien Wähler im Offenauer Gemeinderat den Betrag für eine zukünftige Jugendförderung an. Ihren Antrag auf 25 Euro verbanden sie mit dem Wunsch nach finanziellen Entlastungen der Turngemeinde bei der Benutzung und Pflege von Sportplatz und –halle im Falle einer MUN-Mitgliedschaft. Auf Betreiben der beiden anderen Ratsfraktionen CDU und SPD wurde die Verknüpfung von Beitrittsfrage und Jugendförderung gelöst und die Entscheidungen auf zwei getrennte Beschlüsse und Sitzungen verteilt. Als Diskussionsgrundlage für die zukünftige Ausgestaltung von Jugend- und Vereinsförderung in Offenau sollen die von den Freien Wählern in ihrem Antrag notierten Wünsche dienen. Darüber beraten wollen die Offenauer Ratsmitglieder noch im vierten Quartal, damit die Änderungen ab 1. Januar 2017 wirken können.

TOP 3
Pestalozzischule Amorbach
Hier: Antrag auf verbindliche Form der Ganztagsschule

Grünes Licht gaben die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats dem Vorhaben der Pestalozzischule in Neckarsulm-Amorbach, zum kommenden Schuljahr den Ganztagesbetrieb verpflichtend für alle Schüler ihrer Grundstufe einzuführen.

TOP 4
Ganztagesbetreuung Bericht über die Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf die festen Abholzeiten
Ein Jahr ist es her, dass der Gemeinderat die Richtlinien für die von der Gemeinde als Schulträger organisierte Ganztagesbetreuung vor und nach dem Unterricht überarbeitet hat. Seit dem dürfen Eltern ihre Kinder am Nachmittag nur noch zu festen Zeiten abholen. Trotz Zustimmung hatte der Gemeinderat damals auch die Befürchtung geäußert, dass sich die verbindlichen Zeiten negativ auf das Vereinsleben auswirken könnten, wenn Kinder so nur noch verspätet ihre Übungsstunden besuchen könnten.

Nach einem Jahr Erfahrung mit den festen Abholzeiten kann das Team der Ganztagesbetreuung Entwarnung geben. So scheinen die Eltern ihre eigenen Arbeitszeiten dem Rhythmus des Ganztagesbetriebs an der Grundschule angepasst zu haben. Nur noch wenige Kinder besuchen am Nachmittag das Betreuungsangebot bis 17 Uhr , eines unter ihnen geht dabei von der Grundschule direkt ins Vereinstraining in die Sporthalle nebenan.

TOP 5
Bebauungsplanverfahren von Nachbargemeinden
Hier: Bebauungsplan „Hoher Kirschbaum II“, Gemarkung Gundelsheim

Im Rahmen der im Baugesetzbuch vorgeschriebenen Beteiligung der Behörden und Nachbargemeinden beschäftigten sich die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats mit den Erweiterungsplanungen der Deutschordensstadt. Gegen die Vergrößerung des in Richtung des Stadtteils Gundelsheimer Stadtteils Obergriesheim gelegenen Gebiets Hoher Kirschbaum erhoben sie keine Einwendungen.

TOP 6
Baugesuche

Baugesuche für die beiden neuen Baugebiete Gelbenstein II und Offenau Süd-Erweiterung und die damit verbundenen Befreiungen von den Festsetzungen der Bebauungspläne prägen derzeit die Tagesordnungen der Offenauer Ratssitzungen. Weil das zuständige Baurechtsamt in Bad Friedrichshall nur noch langsam Schritt zu halten scheint mit den Offenauer Bauherren, soll ein Gespräch klären, wie sich die beiden Verwaltungen bei der Bearbeitung und Bewilligung der Antragsflut besser unterstützen können.

TOP 7
Bekanntgaben der Verwaltung

Auch wenn Schlamm und Oberflächenwasser beim Unwetter am 30. Mai einen Bogen um Offenau gemacht und nur geringen Schäden verursacht haben, will die Gemeinde ihre Hinterlandentwässerung unter die Lupe nehmen. Zu diesem Einvernehmen kamen Gemeinderat und Verwaltung nach der Auswertung von Foto- und Videoaufnahmen der Beschädigungen an Feldwegen, Straßengräben und Bachläufen. (her)