Sie sind hier: Rathaus » Aktuelles » Einzelansicht News
30.05.2016

Offenau für Hochwasser gerüstet

Kategorie: Aktuelles

Die Hände entspannt in die Hosentaschen stecken konnten die Mitglieder der Offenauer Feuerwehr in der Unwetternacht vom 29. auf den 30. Mai erst am frühen Montagmorgen. Ab 2 Uhr waren sie im Einsatz, bauten unter anderem die Hochwasserschutzwände am Kirchplatz auf. (Foto: Michael Folk)

Feuerwehr beginnt Unwettereinsatz heute Morgen um 2 Uhr

Die Hände in die Hosentaschen stecken wie auf dem Foto und entspannt mit den Kameraden plaudern konnten die 20 Kameradinnen und Kameraden der Offenauer Feuerwehr erst am späten Montagvormittag: In der Unwetternacht vom 29. auf den 30. Mai war ihre Nachtruhe ab 2 Uhr vorüber: „Wir wurden zur Überlandhilfe nach Duttenberg alarmiert“, berichtet der stellvertretende Kommandant Tobias Bolle.

Bis 5 Uhr pumpten die Offenauer dort Keller leer. Drei Stunden später ging es dann mit allen drei Einsatzfahrzeugen zurück auf die eigene Gemarkung: Ein Baum hatte sich quer über die Ludwig-Kayser Straße quer gelegt. Um sechs der nächste Hilferuf: Drei Wohnmobile an der Natorampe waren von den gestiegenen Neckarwellen eingeschlossen.

Anschließend blieben die Kameradinnen und Kameraden gleich am Neckarufer — die Hochwasserschutzwände entlang der Johann-Michl-Promenade mussten aufgebaut werden. Rund einen Meter hoch zog die Feuerwehr das Schutztor am tiefsten Punkt des Offenauer Ufers, die Barriere im Durchgang am Laichengraben sowie das große Halbrund am Kirchplatz durften niedriger bleiben. Offen blieb am Montagmorgen noch die Holzstraße; für den Verkehr gesperrt ist der Durchlass im Hochwasserdamm wegen der Arbeiten an der neuen Abwasserdruckleitung allerdings schon längst.

In der Gemeinde selbst blieb es bis zum Redaktionsschluss ruhig. „Bis jetzt, Stand 10 Uhr, haben wir keine Meldungen wegen vollgelaufener Keller bekommen“, sagt Kommandantenstellvertreter Bolle.

Auf den Tag fast drei Jahre ist es her, dass die Offnauer Hochwassertore das letzte Mal aus ihrem Depot kamen. Bis auf 5,64 Meter kletterte damals Anfang Juni der Neckgarpegel; das Hochwasser an der Monatswende von Mai auf Juni 2013 ging in die Statistik als sogenanntes 20-jähriges Hochwasser ein. (her)