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24.10.2016

Neue Wege für den Offenauer Friedhof

Kategorie: Aktuelles

Kurzbericht zur öffentlichen Gemeinderatssitzung am 11. Oktober

TOP 1
Bürgerfragestunde

Wann lässt sich endlich mit der neuen Seilbahn auf dem Spielplatz Vogelsangstraße durch die Offenauer Herbstluft sausen? Bauhofleiter Rainer Beer hatte auf die einzige Frage bei der Bürgerfragestunde eine erfreuliche Antwort. Noch in der laufenden Woche solle mit den Aufbauarbeiten begonnen werden. Die Verzögerung bei der Montage des bereits für den Sommer geplanten Spielgeräts erklärte Beer mit Fundamentresten des Vorgängergeräts, die sich in überraschend großer Menge noch im Boden befunden hatten und zuerst entfernt werden musste. Eine Lücke will das Bauhofteam dann auch bei der Bepflanzung auf dem Gelände mit neuen Büschen und Sträuchern schließen. Das auf dem Spielplatz Vogelsangstraße ebenfalls vor einiger Zeit abgebaute Karussell wird zumindest vorläufig nicht ersetzt.

TOP 2
Bekanntgaben der nichtöffentlichen Beschlüsse aus der Sitzung vom 27. September 2016

Der Gemeinderat traf eine Personalentscheidung. Der Gemeinderat entschied in verschiedenen Bauangelegenheiten. TOP 3 Bekanntgabe von Beschlüssen im Wege des schriftlichen Verfahrens nach § 37 GemO Hier: Beitritt der Gemeinde Offenau zum Abwasserzweckverband Unteres Sulmtal Die grundsätzliche Entscheidung, dem Abwasserzweckverband Unteres Sulmtal (AZV) beizutreten, hatte der Offenauer Gemeinderat bereits am 21. Januar 2014 getroffen. Einige redaktionelle Änderungen in den Grundlagen eines solchen Mitgliedsvertrags machten es zwischenzeitlich notwendig, dass das Gremium außerhalb einer Ratssitzung in einem sogenannten schriftlichen Verfahren dazu Stellung nimmt. Die Antwort fiel einstimmig positiv aus, sodass Offenaus Bürgermeister Michael Folk am 7. Oktober im Rahmen einer Feierstunde im Kulturforum Saline den Beitrittsvertrag offiziell unterzeichnen konnte. Entscheidungen, die im Wege eines solchen Verfahrens getroffen wurden, müssen in der nächsten Gemeinderatssitzung öffentlich gemacht werden. Und so kam es, dass über den Abschluss der Vereinbarung zum Anschluss der Offenauer Kläranlage an die Sammeleinrichtung des AZV Unteres Sulmtal sowie über die Vereinbarung zur Übernahme der Offenauer Misch- und Regenwasseranlagen durch den AZV erst nach dem Beitritt der Gemeinde zum Abwasserzweckverband berichtet werden kann, für die sie rechtlich aber die Voraussetzung geschaffen hatten.

TOP 4
Antrag auf Errichtung einer privaten Lärmschutzwand
Hier: Beratung

50 Meter lang und 2,50 – 2,88 Meter hoch soll die Lärmschutzwand werden, die sich ein Anwohner der Offenauer Ortsdurchfahrt am nördlichen Ende wünscht. Die Kosten würde er selbst tragen, Platz auf seinem Grundstück hätte er dafür auch. Gehören Lärmschutzwände auf Privatgrund? Für Offenaus Bürgermeister Michael Folk ist die Sache klar: Lärmschutzwände sind eine öffentliche Angelegenheit. Im ganzheitlichen Verkehrskonzept der Gemeinde, das sie vor rund fünf Jahren aufgelegt hat, sind sie, neben Kreisverkehrsplätzen, ein fester Bestandteil.

Wieviel Geld ein solche Schutzwand gegen die Emissionen der rund 17.000 Fahrzeuge, die täglich auf der Offenauer Ortsdurchfahrt der B 27 nicht nur am Haus des Antragsstellers vorüber fahren, kosten muss, wenn sie effektiv und auch optisch ansprechend sein soll, welche Abmessungen sie dann haben muss, soll nun im Auftrag des Gemeinderats der Verkehrskoordinator der Gemeinde Uwe Zimmermann vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Haßmersheim überprüfen.

Für den Verkehrsfachmann stehen zwei Dinge bereits fest: die Lärmschutzwand muss so nah wie möglich an die Bundesstraße heran, Zuschüsse aus öffentlichen Fördertöpfen wird es aller Voraussicht nicht geben, da die Lärmwerte an der B 27 im Bereich des Hauses des Antragstellers unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Schwellen liegen. Dies hatte eine entsprechende Anfrage der Gemeinde beim zuständigen Regierungspräsidium vor ein paar Jahren bereits ergeben. „Lärmwerte werden im deutschen Recht berechnet, nicht gemessen“, stellte Zimmermann klar.

Die Pläne sollen in einer der nächsten Ratssitzungen vorgestellt werden. Die erste grobe Schätzung liegt bei rund 115.000 Euro. „Wir warten die Kosten ab. Dann muss der Gemeinderat entscheiden, ob er die Maßnahme in den Haushalt aufnimmt“, beschrieb Bürgermeister Michael Folk das weitere Vorgehen.

TOP 5
Neugestaltung des Friedhofs
Hier: Vorstellung des Konzepts

Zerbrochene Platten, hier eingesunken, dort als Stolperstein in die Luft ragend: Manche Wege auf dem Offenauer Friedhof, auf denen sich die Angehörigen zwischen den Gräberreihen bewegen, sind stark sanierungsbedürftig. 12.000 Euro stehen für die Reparaturarbeiten auch im aktuellen Haushalt bereit. Doch der Wandel bei den Bestattungsformen, weg vom klassischen Erd- zum Urnengrab, spielt bei der Sanierungsfrage ein wichtige Rolle: Wozu Wege sanieren, wenn die Gräber, entlang derer sie liegen, in wenigen Jahren nach dem Ende ihrer Ruhezeit geräumt werden müssen. Gibt es Trends im Bestattungswesen, die kürzer Wegstrecken erfordern könnten? Welche Bestattungsformen sind auf welchen Flächen des Offenauer Friedhofs überhaupt möglich? Unterstützt von einer Powerpoint-Präsentation stellte Bauhofleiter Rainer Beer Ideen für eine zukünftige Gestaltung der drei Offenauer Friedhofsteile vor.

„Erdbestattungen sind nur noch im neuen Teil möglich“, machte Beer deutlich. Für den ausgebildeten Gärtnermeister könnten deshalb Urnengräber den mittleren Friedhofsbereich bestimmen. Dazwischen wäre nach Beers Ansicht Platz für alternative Formen wie einen Baumhain, eine Art Friedwald innerhalb des Orts, Urnenwände oder ein sogenanntes gärtnergepflegtes Gräberfeld für ein Nebeneinander verschiedene Bestattungsformen. Hier würde sich ein Gärtner von außerhalb um die Ruhestätten kümmern, die Angehörigen bezahlten für die Grabstelle und einen weiteren einmaligen Betrag für die gewünschte Gestaltung mit bodendeckenden Pflanzen oder Blumen. Entsprechende Gräberfelder gibt es beispielweise bereits in Bad Wimpfen und Bad Rappenau.

Die Ideen stießen bei den Mitgliedern des Offenauer Gemeinderats auf positive Resonanz. Jetzt sind die Einwohner gefragt: Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung im kommenden Frühjahr soll Baufhofleiter Rainer Beer das Konzept zur Diskussion stellen.

Hand anlegen auf dem Friedhof über Rasen- und Heckenschnitt hinaus darf das Bauhofteam dennoch in diesem Jahr: Mehrheitlich sprachen sich die Ratsmitglieder dafür aus, auf dem ehemaligen Kindergrabfeld entlang der Duttenberger Straße über 20 neue Doppelurnengräber anzulegen. Ohne Gegenstimme ermächtigten die Bürgervertreter ferner die Verwaltung, die Sanierung der Wege auszuschreiben, die es am dringendsten bedürfen. Nach dem 10. November, also nach der traditionellen Grabpflegesaison zu Allerheiligen, sollen die Arbeiten beginnen.

TOP 6
Annahme von Spenden von Spenden nach § 78 Abs. 4 GemO

Über 250 Euro freuen dürfen sich die Mitglieder der Offenauer Jugendfeuerwehr freuen. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, die Spende der Kreissparkasse Heilbronn zum 20. Geburtstag der Nachwuchskameraden anzunehmen.

TOP 7
Bekanntgaben der Verwaltung

Gibt es im Rahmen der vieldiskutierten Stromfernleitungen auch eine Trasse, die über das Offenauer Gemeindegebiet führen soll? Bürgermeister Michael Folk kündigte an, dass ein Vertreter des des SuedLink-Projekts bei der Gemeinderatssitzung am 15. November dazu Antworten geben will. (her)