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9.11.2013

Nabu pflanzt neue Elsbeere in die Neckarwiesen

Kategorie: Aktuelles

Halfen beim Einzug der jungen Elsbeere in die Offenauer Neckarwiesen (v.l.n.r.): Bauhofleiter Rainer Beer, Nabu-Baumwart Paul Haag und der langjährige, ehemalige Vorsitzende der Bad Friedrichshaller Ortsgruppe, Horst Schulz (Foto: Gemeinde Offenau)

Wühlmäuse zernagten das erste Bäumchen, das die Nabu-Ortsgruppe Bad Friedrichshall und Umgebung der Gemeinde Offenau vor zwei Jahren anlässlich ihres 75. Vereinsgeburtstags geschenkt hatte. Den neuen Setzling bezahlt die Gemeindekasse.

Sie blieb ein zartes Pflänzchen. Nur zwei Jahre alte wurde die Elsbeere, die die Nabu-Ortsgruppe Bad Friedrichshall und Umgebung im April 2011 in die Offenauer Neckarwiese anlässlich ihres 75. Vereinsgeburtstags pflanzte. Der damals rund zwei Meter hohe Setzling war ein Geschenk an die Gemeinde gewesen und wurde an seinem Platz in der Nähe des Hochwasserdamms auch geschätzt, wenngleich anders, als gedacht: Wühlmäuse knabberten an ihm herum.

„Die haben ihn total zerlegt“, sagt Nabu-Baumwart Paul Haag mit einem Kopfschütteln und zeigt die rindenlose, sauber abgenagte Wurzel. Im Frühjahr hatte Haag bemerkt, dass mit dem Bäumchen etwas nicht stimmt. Immer brauner sei es geworden, trotz regelmäßigen Gießens. Dem Verdacht, dass es das Hochwasser Anfang Juni gewesen sein könnte, folgte jedoch rasch die Wühlmaus-Gewissheit.

Trotzdem überwiegt beim neuen Pflanztermin am vergangenen Freitag bei den beiden Nabu-Vertretern Haag und Horst Schulz die Freude, dass der Baum so schnell ersetzt werden kann. Denn dieses Mal übernimmt die Gemeinde die Kosten. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Schulz und bedankt sich dafür.

Gemeinsam mit dem Leiter des Offenauer Gemeindebauhofs Rainer Beer packen die beiden Nabu-Leute im sanften Nieselregen kräftig mit an, um die heimische, aber wegen der Qualität ihres Holzes sehr geschätzte und deshalb selten gewordene Elsbeere einzupflanzen. Und damit das neue, derzeit nur 1,9 Zentimeter dicke Bäumchen nicht das gleiche Schicksal wie sein Vorgänger ereilt, haben die zwei Nabu-Mitglieder etwas mittgebracht. Aus engmaschigen Draht basteln sie eine Art Übertopf, eine Drahthose. Durch das feine Geflecht kann der Baum seine Wurzeln strecken, aber die Wühlmaus nicht an ihn  heran. (her)