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30.09.2015

Von Baugebieten und Baustellen

Kategorie: Aktuelles

Unter der Johann-Michl-Promenade bahnt sich die neue Abwasserdruckleitung derzeit Stück für Stück den Weg zum Anschlusspunkt nach Jagstfeld. (Foto: Gemeindearchiv / Franz Rittenauer)

Kurzbericht zur öffentlichen Gemeinderatssitzung am 22. September

TOP 1
Bekanntgaben der nichtöffentlichen Beschlüsse vom 28.7.2015

Der Gemeinderat entschied über ein Vorkaufsrecht Der Gemeinderat fasste einen Beschluss über die Aufnahme eines Darlehens.

TOP 2
Bebauungsplan „Reiteläcker“
Hier: Einrichtung und Besetzung eines Bürgerbeirats

Ob es an den Sommerferien lag? Weil nicht ganz so viele Bewerbungen wie erhofft für den noch zu gründenden Gestaltungsbeirat für das Gewerbegebiet Reiteläcker bis zum Ende der Anmeldefrist im Rathaus eingingen, hat die Gemeinde die Bewerbungszeit über den 18. September hinaus verlängert. „Bis Ende des Monats“ hofft Bürgermeister Michael Folk nun, genügend Namen interessierter Offenauerinnen und Offenauer für das neue Bürgergremium zu haben, das den Gemeinderat beraten soll. Über die Besetzung des Gestaltungsbeirats entscheiden die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats deshalb eine Sitzung später als vor der Sommerpause geplant am 13. Oktober.

Ein wenig mehr Bewerber habe er sich schon gewünscht, bekennt der Ratsvorsitzende. Acht Kandidaten fasst die aktuelle Liste für die rund ein Dutzend Sitze. Die sollen, so der Wunsch des Gemeinderats, mit Vertretern unterschiedlichster Gruppen aus der Gemeinde besetzt werden. Die Südzucker als Nachbarin der Reiteläcker zählt dazu, es gibt Plätze für Gewerbetreibende, für Elternvertreter in Kindergärten und der Grundschule. Gezielt angesprochen hat Folk den einen oder anderen Offenauer, beispielsweise für die Bereiche Landwirtschaft und Naturschutz. Bei manchen steht die Antwort noch aus. Genauso wie die Resonanz bei Anliegern der B 27, der Bahnhofstraße und aus den Wohngebieten Gelbenstein II und Gässlesweg: Wenn sich Gewerbetriebe in den Reiteläckern ansiedeln, sind sie am stärksten von einem erhöhten Verkehrsaufkommen betroffen.

TOP 3
Beitritt der Gemeinde Offenau zum Abwasserzweckverband Unteres Sulmtal
Hier: Vergabe von Bauleistungen (3. Bauabschnitt) Maschinentechnische Ausrüstung & E-MSR-Technik

Kräftig gebaut wird seit dem Frühsommer an der neuen Leitung, die voraussichtlich im April nächsten Jahres das Offenauer Abwasser unter der Johann-Michl-Promenade und entlang der Bundesstraße bis nach Bad Friedrichshall-Jagstfeld und zum nächsten Anschlusspunkt an das Netz des Abwasserzweckverbands Unteres Sulmtal transportiert. Auf Verwunderung stößt bei den Ratsmitgliedern die Vergabesumme für das dritte Ausschreibungspaket mit Bauleistungen.

Mit rund 370.000 Euro liegen die Kosten für die für die Betriebsumstellung der Offenauer Kläranlage benötigten technischen Neuanschaffungen um rund ein Viertel höher, als ursprünglich veranschlagt. Simon Schuster, Geschäftsführer des den Offenauer Anschluss betreuenden Ingenieurbüros Willaredt, begründet die Steigerung mit der Sanierung eines Regenüberlaufbeckens, das bei der Kalkulation der Kosten für die Stilllegung der gemeindeeigenen Kläranlage ursprünglich nicht einbezogen worden war. Man wolle dem Abwasserzweckverband, der sich in Zukunft um die Betreuung kümmere, die Offenauer Anlagen jedoch in gutem Zustand überlassen. Die Leerungs- und Brauchwasserpumpen sowie die Erneuerung der Messstrecke seien kein Luxus, sondern Instandhaltungsmaßnahmen, die bereits in der Vergangenheit hätten gemacht werden können.

Schuster kündigt an, die Mehrkosten zur Nachförderung anzumelden. Bis zu 80 Prozent der rund 80.000 Euro könnte die Gemeinde so vom Land zurückerstattet bekommen.

TOP 4
Spielplatz Kolpingstraße
Hier: Antrag der Kolpingfamilie auf Zuschuss zur Reparatur und Instandhaltung der Spielgeräte

Rund 5.200 Euro bezahlte die Kolpingfamilie für die jüngste Sanierung des von ihnen eingerichteten und betreuten öffentlichen Spielplatzes in der Kolpingstraße. Die Hälfe übernimmt nun die Gemeinde Offenau. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Gemeinderats bei ihrer vergangenen Sitzung für diese Unterstützung aus: Die Kolpingfamilie hat mit der Spielplatzpflege eine Aufgabe übernommen, für die eigentlich die Gemeinde zuständig wäre.

TOP 5
Baugesuche

Schon einmal umgeplant hatten die Bauherren ihr Vorhaben für die Neckarstraße 12. Sie reagierten damit auf die Kritik, die die Offenauer Ratsmitglieder bei ihrer ersten Beratung über den aus zwei Häusern bestehenden Gebäudekomplex vor einem Jahr geäußert hatten. Als zu wuchtig hatten die Bürgervertreter den Entwurf beurteilt, der sich deshalb auch nicht in die in seiner Nachbarschaft bereits bestehende Bebauung einpasse – die einzige Voraussetzung, die ein Neubau erfüllen muss, wenn für ein Gebiet in einer Gemeinde, wie für die Offenauer Neckarstraße, kein Bebauungsplan vorliegt. Im zweiten Entwurf ist das Bauvorhaben um ein Stockwerk auf drei geschrumpft, die Anzahl der Wohnungen von 14 auf 13 reduziert. Erhalten bleibt die Ausformung der obersten Etage als Penthaus. Parkplätze finden die Bewohner der beiden Häuser in der Tiefgarage, lediglich vier Stellflächen sind an der Oberfläche vorgesehen. Mit einer Enthaltung signalisieren die Ratsmitglieder den geänderten Planungen grünes Licht. Nun muss die zuständige Baurechtsbehörde in Bad Friedrichshall über den Bau entscheiden.

Seinen Carport bauen darf ein Anwohner in der Tannenstraße. Die Ratsmitglieder begrüßen das Vorhaben, unter dem Dach soll das bislang auf der Straße abgestellte Wohnmobil des Bauherrn Platz finden.

Antwort auf eine Bauvoranfrage geben die Ratsmitglieder beim letzten Tagesordnungspunkt: Darf ein Bauherr im neuen Gebiet Offenau-Süd Erweiterung mehr Quadratmeter auf seinem Grundstück versiegeln, als der Bebauungsplan zulässt? Da das Grundstück direkt hinter dem Hochwasserdamm liegt, kann im Hochwasserfall Grundwasser aufsteigen und über das Grundstück fließen. Mit wasserdurchlässigen Pflastersteinen möchte der Bauherr dieses Risiko minimieren. Das kann er tun, entscheiden die Offenauer Ratsmitglieder. Sollte der Bauherr also sein Baugesuch genauso abfassen, wie es Gegenstand der Bauvoranfrage war, darf er mit der Zustimmung des Gemeinderats rechnen. (her)