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17.04.2018

Kurzbericht zur Gemeinderatssitzung

Kategorie: Aktuelles

Mit einem Graffiti-Projekt beim Ferienprogramm im Sommer soll der Offenauer Hochwasserdamm bald ein besseres Bild von sich abgeben. (Foto: privat)

am 10. April

TOP 1
Bürgerfragestunde

Michael Kretschmer stinkt’s: Schon 15 Tage mit intensiver Geruchsbelästigung durch die Südzucker hat der Anwohner im Gelbenstein II in diesem Jahr gezählt. Das sei eine stattliche Anzahl, schließlich halte der Bebauungsplan für das Mischgebiet fest, dass dieser unangenehme Umstand nur selten und nur bei ungünstigen Wind- und Wetterlagen eintrete. Per E-Mail hat er deshalb schon im Vorfeld von Bürgerfragestunde und Gemeinderatssitzung seinem Unmut Luft gemacht und eine Lösung für die Absetzbecken mit Rübenerde angeregt, die er bei Recherchen im Internet gefunden hat.: „Ich weiß allerdings nicht, ob das mit den Teichen hier vergleichbar ist“, sagt Kretschmer

Bürgermeister Michael Folk kann den Ärger Kretschmers verstehen. „Im Bebauungsplan steht es aus Ihrer Sicht anders drin, als Sie es empfinden.“ Für eine Antwort aus fachlicher Sicht auf den Vorwurf hat der Vorsitzende des Offenauer Gemeinderats deshalb den Technischen Betriebsleiter des Offenauer Südzuckerwerks eingeladen. „Eine Vermeidung von Gerüchen ist nicht möglich, da es sich um offenes Gelände handelt“, stellt Johannes Stadler klar. Es handele sich um eine biologische Abwasserbehandlungsart, die genehmigt und seit der Eröffnung der Fabrik 1971 im Einsatz sei: Die noch feuchte Rübenerde setze sich ab, das dabei entstehende Wasser werde abgepumpt.

Die jetzt kritisierte Geruchsbelästigung habe nichts mit einer eventuellen Betriebsstörung zu tun. „Die hat es nicht gegeben.“ Für Stadler hängt sie vielmehr mit der Windrichtung und der aktuellen Witterung zusammen: „Die Erde ist obendrauf noch feucht und bei einer warmen Oberfläche entstehen Gerüche.“ Auch die zurückliegende längere Kampagne habe dazu beigetragen, bestätigt der Technische Betriebsleiter: „Das verschiebt sich alles mehr ins Frühjahr.“ Die Idee, nur die Becken, die am weitesten von den Wohngebieten entfernt seien, zu benutzen, muss Stadler ablehnen: „Das ist ein Drei-Jahres-Rhythmus.“ Die von Michael Kretschmer angeregte Behandlungsmethode werde die Südzucker aber prüfen

Eine zeitnahe Lösung soll es für das zweite in der Bürgerfragestunde vorgebrachte Anliegen geben: die Graffitikritzeleien am Hochwasserdamm beim Kirchplatz. Mit einem Sprayprojekt für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Sommerferienprogramms will die Gemeindeverwaltung dafür sorgen, dass Offenau Spaziergängern auf der Uferpromenade bald ein besseres Bild bietet. „Eine Begrünung wäre schwierig, weil es sich beim Hochwasserdamm um eine technische Anlage handelt. Eventuelle Beschädigungen daran müssen auch im Rahmen einer bloßen Betrachtung erkennbar sein“, teilt Bürgermeister Michael Folk mit.

TOP 2
Baugesuche

Seine Terrasse überdachen darf ein Bewohner im Kornlupferweg mit Zustimmung der Offenauer Ratsmitglieder. Weil der Freisitz durch das neue Dach die Baulinie überschreitet, benötigte er für sein nach den Vorgaben der Landesbauordnung genehmigungsfreie Vorhaben einer Befreiung vom Bebauungsplan.

TOP 3
Bauleitplanverfahren von Nachbargemeinden

Ganz im Zeichen von Bad Friedrichshall steht dieser Tagesordnungspunkt. Zwei neue Bebauungspläne will die Offenauer Nachbargemeinde aufstellen, von denen einer auch Auswirkungen auf den Flächennutzungsplan der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Bad Friedrichschall/Oedheim/Offenau hat.

Diese Änderung ist im Gemeinsamen Ausschuss, dem koordinierenden Gremium für die Interessen der drei Kommunen schon besprochen. Die Stellungnahme dazu beschäftigt die Offenauer Ratsmitglieder deshalb weniger als die Anzahl der Fahrzeuge, die die beiden neuen, besonders der Ansiedelung von Betrieben gewidmeten Baugebieten in der Salzstadt in Zukunft ansteuern werden. Sie befürchten, dass dann auch mehr Verkehr auf der Offenauer Ortsdurchfahrt unterwegs sein wird, erhalte doch das größere der beiden, zwischen dem Wohngebiet am Wasserturm und der Gasstätte Hasenmühle gelegene Gebiet „Obere Fundel“ einen eigenen Anschluss über die B 27.

Die Offenauer Bürgervertreter regen bei der Stadtverwaltung in Bad Friedrichshall deshalb, bei der Ausweisung dieses Gebiets auch die verkehrliche Auswirkung auf eine erweiterte Region zu prüfen. Auch bitten sie darum, die neuen Straßen so zu bemessen, dass sie auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen benutzt werden können, um die hinter den Gewerbeflächen liegenden Felder ohne Probleme zu erreichen.

TOP 4
Bekanntgaben der Verwaltung

Nächtliche Besucher an der Grundschule beschäftigten die Gemeindeverwaltung. Bürgermeister Michael Folk kündigt verschärfte Kontrollen bei den Ruhestörern an. (her)