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28.10.2013

Kooperation zwischen Grundschule und Musikschule beschlossen

Kategorie: Aktuelles

Foto: Andrea Kusajda / Pixelio.de

Kurzbericht zur GR-Sitzung am 22.10.2013 - Die Grundlagen der Musiktheorie, aber besonders das gemeinsame Musizieren stehen auf dem Stundenplan der neuen Blockflöten-AG in der Grundschule Offenau. Sie ist nur eine von mehreren Angeboten im Rahmen der Kooperation mit der Musikschule Unterer Neckar, die der Offenauer Gemeinderat bei seiner vergangenen Sitzung am 22.10.2013 beschlossen hat.

TOP 1
Schulentwicklungsplanung
Buchstäblich neue Töne bringt die Musikschule Unterer Neckar ab November in die Grundschule Offenau. Dann stehen bei den Kindern, die es möchten, mehr Gesang, und auch Blockflöte und Gitarre auf dem Stundenplan. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat bei seiner vergangenen Sitzung dafür aus, das Musikangebot an der Grundschule zu erweitern und eine entsprechende Kooperation mit der Musikschule einzugehen.

Für die Einrichtung der zwei Singklassen mit Schülern der Klassen 1 und 2 bzw. 3 und 4 bezahlt die Gemeinde pro Jahr 2800 Euro, die zwei Blockflötengruppen für Anfänger und Fortgeschrittene kosten zusammen 950 Euro.

Ja sagten die Offenauer Bürgervertreter auch zur „Musikalischen Früherziehung mit englischem Sprachkonzept“ für Kindergartenkinder, ein Unterrichtspaket, das die Musikschule in Offenau auch schon vor Beginn der Kooperation mit der Grundschule angeboten hat. Der Kostenanteil der Gemeinde beläuft sich hier auf 445 Euro.

Eltern bezahlen für den Blockflötenunterricht jeden Monat 10 Euro und 29 Euro für die „Musikalische Früherziehung“.

Dass das erweitere Musikangebot, dessen Inanspruchnahme freiwillig ist, den Geschmack der Offenauer Eltern getroffen hat, zeigt die Zahl der Anmeldungen. Innerhalb einer Woche schrieben sich 28 Kinder verbindlich für die Singklassen und zehn für die Blockflöten-AG ein. Nur für die Gitarren-AG gab es bis zum Beginn der Gemeinderatssitzung noch keine Interessenten.

Hintergrund der Kooperation sind die Überlegungen der Landesregierung, wie sich die Schullandschaft in Baden-Württemberg bei allgemein sinkenden Schülerzahlen entwickeln soll. Für die Schulen bedeutet dies langfristig mehr Wettbewerb untereinander. Eine Grundschule Offenau mit einem musikalischen Profil könnte dabei ein attraktives Angebot sein.

TOP 2
Hochwasserschutz
Hier: Vorstellung und Beschluss des Evakuierungsplans
Was wäre, wenn: Diese Frage beschäftigt auch die Verantwortlichen für den Hochwasserschutz in Offenau. Was wäre, wenn der Damm, der für die starken Belastungen eines Hochwassers konstruiert ist, wie es statistisch nur einmal in 100 Jahren vorkommt, doch bräche oder überflutet würde? Welche Straßen und wie viele Menschen wären von diesem Horrorszenario betroffen? Wo sollen sie hin? Wer benachrichtigt sie und richtet die Notunterkünfte ein? Alle diese Fragen beantwortet der neue Evakuierungsplan, den Verwaltungspraktikantin Maren Layer bei der vergangenen Sitzung des Gemeinderats vorstellte.

800 Personen in insgesamt drei Gefahrenzonen wären im schlimmsten Fall von den Neckarfluten unmittelbar betroffen. „Doch evakuiert wird nur bei einer gesicherten Überflutungsprognose durch die Hochwasservorhersagezentrale in Karlsruhe“, beruhigte Layer.

Dann müssten die Sporthalle und das Kulturforum Saline zu Notunterkünften umfunktioniert werden. Die Aufgaben sind dabei klar verteilt: Die freiwillige Feuerwehr informiert die Bevölkerung mit Sirenen und Lautsprecherdurchsagen über die anstehende Evakuierung, der Gemeindebauhof bereitet derweil die Notunterkünfte vor, regelt die Heizung und die Versorgung mit warmem Wasser und stellt die Feldbetten auf. Die kommen vom Technischen Hilfswerk und dem Roten Kreuz und reichen für 43 Prozent aller Evakuierten. „Um die anderen unterzubringen zu können, muss man die Nachbargemeinden um Hilfe bitten“, so Layer. Sie räumte aber ein, dass dies schwierig werden könnte, wenn auch diese von den Neckarfluten betroffen seien. „Denn dann werden nach Aussage des THW die verfügbaren Betten unter den Kommunen aufgeteilt.“

Die Fäden der Logistik in der Hand behält bei so vielen Beteiligten die Gemeindeverwaltung. Sie hat die örtliche Einsatzleitung und richtet auch eine Art Hotline ein, über die ständig aktuelle Informationen zu bekommen sind.
Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats den vorgestellten Evakuierungsplan.

Bürgermeister Michael Folk lobte Maren Layer, die derzeit ihr letztes Semester Wirtschaftspädagogik an der Universität Mannheim absolviert, für ihre Arbeit: „Da steckt eine Menge Logistik drin“. Der Vorsitzende ist froh, dass die Gemeinde vor dem schlimmsten Hochwasserfall Evakuierung bislang verschont geblieben ist. „Aber wir wollen vorbereitet sein.“

TOP 3
Tourismus in Offenau
Hier: Ideen für die weitere Entwicklung
(Grundlage: Tourismusanalyse der Hochschule Heilbronn)
Einfach einen Blick von außen auf die Aktivitäten der Gemeinde im Freizeitbereich wünschte sich die Gemeindeverwaltung. Sie bot sich deshalb als Studienobjekt für das Projekt Tourismus im Studiengang Tourismusmanagement der Hochschule Heilbronn an. Im vergangenen Wintersemester nahmen vier Studierende die Gemeinde unter die touristische Lupe, arbeiteten ihre Stärken und Schwächen heraus und formulierten vor dem Hintergrund allgemeiner Trends im Tourismusbereich Empfehlungen für weitere Maßnahme. Diese Empfehlungen bzw. die Ideen, auf die sie das Kulturteam um Hauptamtsleiterin Sonja Schumm gebracht haben, stellte Verwaltungsmitarbeiterin Nadine Herwerth-Gajer bei der Sitzung vor.

TOP 4
Dachsanierung Rathaus
Hier: Schlussbericht
Günstiger als gedacht verlief die Sanierung des Rathausdachs im Sommer 2012. Technischer Bauamtsleiter Joachim Fritz konnte nun die finalen Zahlen vorstellen. Er informierte das Gremium, dass statt den ursprünglich für die Dämmarbeiten und die Installation der Fotovoltaikanlage im Haushalt reservierten 171.000 Euro nur 106.143,28 Euro benötigt wurden.

TOP 5
Kulturforum Saline
Hier: Erneuerung der Beleuchtungsanlage – Berichterstattung
Einen neuen Dimmerschrank für die Beleuchtungsanlage in der Saline muss die Gemeinde nun doch nicht beschaffen. Nach der Hiobsbotschaft vor der Sommerpause konnte technischer Bauamtsleiter jetzt Entwarnung geben: Lediglich ein falsch verpoltes Kabel an einer Platine war der Grund für die Störung in der Scheinwerferanlage.

TOP 6
Kindertagesstätten Offenau
Hier: Zustimmung zur Ferienplanung
Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat die mit den beiden Offenauer Kindergärten abgestimmten Ferienpläne.

TOP 7
Erster Nachtragshaushaltsplan 2013
Hier: Bestätigung der Gesetzmäßigkeit durch die Rechtsaufsichtsbehörde nach § 121 Abs. 2 GemO
Der erste Nachtragshaushaltsplan 2013 ist in Kraft. Kämmerer Holger Leister gab bekannt, dass das Landratsamt als Rechtsaufsichtbehörde die geänderten Finanzplanungen, die besonders eine geringere Kreditaufnahme betreffen, der Gemeinde für das laufende Haushaltsjahr 2013 genehmigt hat.

Über den neuen Haushalt 2014 berät der Offenauer Gemeinderat aller Voraussicht nach am 26. November.

TOP 8
Bauleitplanverfahren von Nachbargemeinden
Keine Einwendungen erhob der Offenauer Gemeinderat gegen ein Bauvorhaben der Gemeinde Oedheim.

TOP 9
Bekanntgaben der Verwaltung
Bürgermeister Michael Folk zeigte sich erfreut über einen Artikel in der Heilbronner Stimme, der über die erfolgreiche Sanierung der insolventen Firma KWO berichtete. (her)