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24.04.2015

Jede Runde zählt

Kategorie: Aktuelles

Die ganze Offenauer Grundschule auf die Beine bringt der Spendenlauf für die Heilbronner Klinikclowns. (Foto: Gemeinde Offenau)

Offenauer Grundschüler machen sich auf den Weg für kranke Kinder – Spendenlauf für Heilbronner Klinikclowns

Violette Turnschuhe mit dicken weißen Sohlen, blaue Turnhose – Zahra (8) hat sich für den Wandertag der besonderen Art gut vorbereitet. Zunächst sechs Kilometer wandern und danach noch so viele Runden wie man will oder besser kann auf der alten Aschenbahn am Sportplatz drehen, erfordern schließlich eine gute Ausrüstung. „Wanderlauf“ erfindet die dunkelhaarige Drittklässlerin deshalb spontan einen neuen Namen für die Veranstaltung, die im Infobrief für die Eltern „Spendenlauf: Gesunde Kinder laufen für kranke Kinder“ heißt.

„Wir wollten mal einen etwas anderen Wandertag machen“, erzählt Offenaus Schulleiterin Franziska Thülly-Brenner. Drei Kinder aus ihrer Klasse hatten während eines eigenen Aufenthalts im Krankenhaus schon einmal die Heilbronner Klinikclowns kennen gelernt. Und so entstand die Idee, Spenden für den Verein „Große Hilfe für kleine Helden“ aus der Käthchenstadt zu sammeln, der die Klinikclowns finanziell unterstützt.

Für ihre Spende müssen sich die Offenauer Grundschüler doppelt anstrengen. Denn zuerst gilt es Klinken zu putzen und Sponsoren zu finden. Die kleine Melike hat ihre Mama gefragt, Kaan mit der roten Schirmmütze beim Papa, dem Onkel und zwei Tanten für den Spendenlauf geworben.

Zwischen 20 Cent und einem Euro pro Kilometer bzw. Sportplatzrunde wollen die Eltern und Verwandten der Offenauer Grundschüler im Durchschnitt geben. Den Nachweis müssen die kleinen Spendensammler über ihre Laufkarte erbringen. Für jede Wegeinheit gibt es ein Kreuzchen, zusammenaddiert und mit dem vorab vereinbarten Kilometergeld multipliziert, schließlich die individuelle Spendensumme.

Jede Runde zählt also und wenn je ein Weg ein Ziel sein kann, dann für die 100 Offenauer Grundschüler an diesem sonnigen Apriltag. Drei Runden auf der Aschenbahn, zusätzlich zu den sechs Wanderkilometern, hat sich Drittklässlerin Amira vorgenommen. Leo (7) mit der coolen verspiegelten Sonnenbrille äußert sich eher nüchtern: „So viele, wie ich noch kann.“

Dafür, dass er die Kraft für möglichst viele hat, sorgt die Offenauer Bäckerei Stetter-Gaschler mit einer Brezelspende. Saftige Äpfel stellt der Obstbaubetrieb Fischer zur Verfügung, fleißige Eltern schnippeln Karotten und Paprika in mundgerechte Stücke und die Turngemeinde Offenau öffnet das Vereinsheim und bietet Absperrhütchen und weißen Fußballkalk zum Markieren der Laufrunden.

Wie gut die Offenauer Grundschüler bei ihrem Spendenlauf über die Runden kommen, lässt sich an diesem Freitag noch nicht sagen. Der Kassensturz steht erst am Montag auf dem Stundenplan. 100 Euro sind den Kindern aber auf jeden Fall schon mal sicher. Bürgermeister Michael Folk hat den Scheck der Gemeinde bereits vorbei gebracht.

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