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4.11.2015

Grundschule bekommt Werkraum

Kategorie: Aktuelles

Ein Werkraum mit drei Werkbänken zieht bald in das Untergeschoss der Offenaur Grundschule ein. (Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de

Kurzbericht zur Gemeinderatssitzung am 27. Oktober

TOP 1 Baugesuche

a) Antrag auf Baugenehmigung nach § 49 LBO
Hier: Umnutzung eines UG-Raums zum Werkraum in der bestehenden Grundschule
Baugrundstück: Flst. 2472, Hauptstraße 38

Der neue Werkraum an der Grundschule kommt ins Untergeschoss des Altbaus. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Offenauer Gemeindrats bei ihrer vergangenen Sitzung dafür aus. Viele Lösungen hatte Architekt Rainer Wolf von der Knecht Planungs- und Bauleitungsgesellschaft aus Ludwigsburg im Auftrag der Verwaltung geprüft. Kann der Raum ins Dachgeschoss des Altbaus einziehen oder soll das Multifunktionsgebäude aufgestockt werden? „Das war in keiner Weise wirtschaftlich“, kommentiert Wolf die Alternativen.

Die Lösung im Keller kostet rund 17.000 Euro. „Wir müssen keine neue Wände einziehen“, freut sich Wolf. Lediglich Türen müssen ergänzt bzw. aus Brandschutzgründen ertüchtigt werden. Dazu gehört allerdings auch die erst kürzlich eingesetzte Verbindungstür zwischen Neu- und Altbau. Grund: Ist der Werkraum eingerichtet, läuft durch sie der zweite Fluchtweg, und dafür öffnet sie sich derzeit in die falsche Richtung.

Während die einzelnen Teilaufträge für die Einrichtung des Werkraums ein so geringes Volumen haben, dass statt einer Ausschreibung versucht werden soll, Handwerker aus der Neckargemeinde mit ins Boot zu holen, sieht die Ausgangslage bei der Ausstattung anders aus. Zur Kalkulation mit rund 18.000 Euro gehören u.a. drei Werkbänke, drei Werkzeugausstattungen, eine Mischbatterie. „Bei der Ausstattung wurde der Wunsch der Schule berücksichtigt“, berichtet Bürgermeister Michael Folk. Ein Keramikwaschbecken mit Auffangwanne wird mit 3000 Euro beziffert, der hohe Preis stößt bei den Ratsmitgliedern auf Verwunderung. Gemeinderat und Verwaltung kommen deshalb überein, vor Beginn der Ausschreibung die einzelnen Ausstattungsgegenstände noch einmal zu überprüfen und, wo es möglich ist, günstigere Alternative zu suchen.

Hauptgrund für die Einrichtung des Werkraums im Untergeschoss des Altbaus seien aber weniger die geringen baulichen Veränderungen. sondern der Umstand, dass die Offenauer Grundschülerinnen und –schüler pro Woche nur rund zwei Stunden in dem Kellerraum verbringen und das für die Neckargemeinde zuständige Baurechtsamt in Bad Friedrichshall von Anfang bei den Planungen mit einbezogen war, betont Architekt Rainer Wolf. Er rechnet deshalb nicht damit, dass der Bauantrag mit Auflagen versehen wird, beispielsweise bei der Raumbelüftung.

Bürgermeister Michael Folk dämpft die Erwartung und kündigt an, dass die Antwort des Baurechtsamts noch einmal im Gemeinderat vorgestellt wird. Folk vermutet deshalb, dass es noch bis Januar oder Februar dauert, bis mit der Einrichtung des Werkraums begonnen werden kann, zumal auch noch kein Dozent oder Lehrer für den Werkunterricht in den Startlöchern steht. Aber auch davon abgesehen könnte im Untergeschoss der Grundschule nicht von heute auf morgen gebaut werden: Die Lieferzeit für eine Tür beträgt allein acht Wochen, weiß Architekt Wolf.

b) Antrag auf Baugenehmigung im vereinfachten Verfahren nach § 52 LBO
Hier: Errichtung eines Carports, Baugrundstück: Flst. 3965/12, Holzstraße 15

Einen Stellplatz für sein Wohnmobil hat ein Bauherr in der Holzstraße schon länger auf seinem Grundstück eingerichtet. Nun darf er ihn auch überdachen. Mit einer Enthaltung gestatten die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats die Errichtung eines Carports.

 

TOP 2
Einrichtung einer gemeinsamen Koordinationsstelle innerhalb der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Bad Friedrichshall/Oedheim/Offenau für die Integrationsarbeit
Hier: Beschluss über den Antrag auf Fördermittel

„Die Stelle kommt zur rechten Zeit“, begrüßt Bürgermeister Michael Folk den Vorschlag der Nachbargemeinde Bad Friedrichshall, einen Integrationsbeauftragten für das Gebiet der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft einzustellen. So hat das Landratsamt Heilbronn nun mitgeteilt, dass das ursprünglich ein Stockwerk hohe und für 50 Flüchtlinge ausgelegte Heim im Offenauer Gewann Ziegelhütte bald um ein Containergeschoss erhöht werden wird.

Mit insgesamt 105.000 Euro bezuschusst das Land Baden-Württemberg die neue Stelle, deren Hauptaufgabe die Koordinierung der Flüchtlings- und Integrationsarbeit in den drei Kommunen Bad Friedrichshall, Oedheim und Offenau sein soll. Wie die verbleibenden Kosten für den neuen Integrationsbeauftragten, der über einen Fachhochschulabschluss aus den Bereichen Verwaltung oder Pädagogik verfügen soll, zwischen den drei Mitgliedern der Verwaltungsgemeinschaft aufgeteilt werden sollen, ist derzeit noch nicht geklärt. Nach einem ersten Telefonat mit seinem neuen Amtskollegen in Bad Friedrichshall Timo Frey geht Folk davon aus, dass sie nach den Einwohnerzahlen berechnet werden.

Da der Förderantrag bereits bis zum 30. September beim Integrationsministerium in Stuttgart eingegangen sein musste, hatten die Offenauer Ratsmitglieder ihre Zustimmung zu dem Vorhaben bereits vorab in einer nichtöffentlichen Sitzung gegeben. Diesen Beschluss holten sie nun öffentlich nach.

 

TOP 3
Bekanntgaben der Verwaltung

Wie soll die Zufahrt zur neuen Lidl-Filiale im Gewerbegebiet Talweg aussehen? Die Überlegungen des Discounters, die bislang geplante Maßnahme mit Rand- und Pflasterseinen so zu verändern, dass sie dazu einen Teil eines Gemeindegrundstücks benötigen, stößt bei den Mitgliedern des Offenauer Gemeinderats auf offene Ohren. Sie gehen sogar noch einen Schritt weiter, und bieten dem Nochneckarsulmer Lebensmittelriesen an, die voll erschlossene Fläche zum Preis von 80 Euro pro Quadratmeter zu kaufen. (her)

aktualisiert: 6.11.2015 (Bruttobeträge statt der bislang genannten Nettobeträge beim Werkraum eingesetzt)