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14.05.2014

Gemeinde baggert Entwässerungsgräben aus

Kategorie: Aktuelles
Von: Nadine Herwerth-Gajer

Zuviel Erde hat sich im Verlauf der Jahre im Entwässerungsgraben auf der Offenauer Höhe gegenüber Heinsheim angesammelt. (Gemeinde Offenau)

Augen für den schönen Ausblick auf das in der Morgensonne leuchtende Heinsheim auf dem anderen Neckarufer hat Bauhofmitarbeiter Tobias Bolle an diesem Mittwochmorgen nicht. Seine Aufmerksamkeit gilt seiner Baggerschaufel. Vorsichtig graben sich deren Zähne in den weichen Boden, und räumen, Biss für Biss, den mit Erde gefüllten Entwässerungsgraben wieder frei.

 „Das hier ist der tiefste Punkt im Gelände. Bei einem Unwetter sammeln sich in dem Graben Erde und Wasser, die von den Feldern gespült werden“, erläutert Bauhofleiter Rainer Beer. Gäbe es den Graben nicht, die Schlammfluten würden die alte Gundelsheimer Straße und eventuell auch die Bundesstraße blockieren, und dazwischen natürlich auch  jede Menge Schäden auf Privatgrundstücken anrichten.

Damit diese Hinterlandentwässerung funktioniert, müssen die Gräben von Zeit zu Zeit frei gebaggert werden. Das hätte eigentlich schon im vergangenen Winter der Fall sein sollen, doch weil die damit beauftragte Firma mehrere Termine nicht eingehalten hatte, wurde ihr der Auftrag wieder entzogen. Jetzt legt das Team des Offenauer Gemeindebauhofs, in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Fuhrunternehmen, selbst Hand an. Von den ursprünglich veranschlagten 2,6 Kilometer Grabenlänge werden sie im Lauf der Woche und mit einen eigens dafür angemieteten Bagger aber nur rund einen Kilometer frei schaufeln können. „Wir machen nur das Notwendigste.“

Ohnehin sei der Zeitpunkt für die Räumaktion sehr ungünstig, ärgert sich Beer.  „Im Herbst kann ich die Erde, nach Rücksprache mit den Grundstückseigentümern, wieder dahin bringen, wo sie herkommt, nämlich zurück auf die Felder.“ Jetzt, mitten in der Vegetationsphase, müsse die Erde zwischengelagert werden auf dem alten Häckselplatz oberhalb des Waldfestplatzes.

Dort sitzen nach einer halben Woche Arbeit bereits drei stattliche Erdhügel. Sie sind der Inhalt des zweiten wichtigen Offenauer Entwässerungsgrabens, der sich zwischen Römerhügel und Reithof erstreckt. Entlang der grünen Felder zeigt der frisch ausgebaggerte Graben nun seine blanken Erdflanken. „Das sieht jetzt ein wenig zerrupft aus“, räumt Beer ein. Mit einem schnell nachwachsenden Gras wolle die Gemeinde den Kontrast aber ein wenig mildern. (her)