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25.10.2017

Gehweg in der Bahnhofstraße gewinnt Gestalt

Kategorie: Aktuelles

Ein graues Band aus Schotter zwischen Randsteinen verrät in der Bahnhofstraße schon die Gestalt des neuen Gehwegs. (Foto: Gemeinde Offenau)

Aus einer Art Tankfahrzeug und bei Bedarf in Handarbeit mit Schiebern wird beim DSK-Verfahren das neue Mischgut direkt auf den bröckeligen, alten Asphalt aufgebracht. (Foto: Gemeinde Offenau)

Ein Stück gibt die Sache mit dem neuen Gehweg in der Bahnhofstraße. Die Hecken sind entfernt, die alten Randsteine ebenfalls. Wo sich vorher Pflanzbeete zwischen Bahnhofstraße und Parkbuchten breit machten, verrät nun ein graues Band aus Schotter den zukünftigen Fußweg bis zum Bahnsteig. „Früher liefen einige Fußgänger auf ihrem Weg zum Bahnhof lieber auf der Fahrbahn statt auf dem Gehweg, weil auf dieser Seite der Weg kürzer war“, erzählt Offenaus  Ordnungsamtsleiterin Sonja Schumm. Das war besonders in der dunklen Jahreszeit ein Problem. Für rund 33.500 Euro baut die Gemeinde deshalb jetzt einen zweiten Gehweg auf der bislang fußweglosen und von Parkplätzen gesäumten Seite der Bahnhofstraße direkt bis zum Bahnhof.

„Wir rütteln jetzt ab, dann kommt eine Schicht aus drei Zentimeter Splitt, dann das Pflaster“, zählt der Mitarbeiter der zuständigen Straßenbaufirma die nächsten Arbeitsschritte auf. Auch die Schächte sind bereits um rund eineinhalb Meter Richtung Parkplatz versetzt. Läuft alles wie geplant, könnte der erste Abschnitt des neuen Gehwegs nach knapp zwei Wochen Bauzeit Ende nächster Woche fertig sein. Dann kommt der zweite Teil entlang der beiden hinteren Parkbuchten dran. „So bleiben immer einige frei und können benutzt werden“, erläutert Wiebke Blatt vom Ingenieurbüro Willaredt aus Sinsheim.

Einen Haken setzen kann die Ingenieurin auf ihrer langen Liste der Sanierungsarbeiten an den Offenauer Straßen bereits hinter die Ausbesserungen mit dem speziellen DSK-Verfahren. Wie schwarze Flicken auf einer Decke sitzen die mit einer Mischung aus Bitumen, Beton und silbriggrauem Brechsand gefüllten Löchern seit vergangener Woche auf zahlreichen Straße in der Gemeinde. „DSK steht für dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise“, löst Blatt die Abkürzung. „Das geht gut, wenn nur die oberste Schicht der Straße beschädigt ist.“

Anders als beim sogenannten Patchverfahren fliegt hier kein Splitt. Stattdessen wird die Masse aus einer Art Tankfahrzeug und bei Bedarf in Handarbeit mit Schiebern direkt auf dem bröckeligen Asphalt verteilt. Nach einer Stunde ist das Gemisch fest, die etwas höheren Ränder zwischen neuer Flickstelle und alter Straße sollen durch das Gewicht der darüberfahrenden Autos langsam eingeebnet werden.

Rund zehn Euro kostet ein Quadratmeter Asphaltdeckschicht in Kaltbauweise; ist die ganze Straße samt Aufbau beschädigt, können leicht 75 Euro fällig werden. Ursprünglich sollten nur drei Stellen in Offenau in diesem mit diesem speziellen Verfahren geflickt werden. Doch weil nur wenige Straßensanierer darauf spezialisiert sind, muss sich für diese Anfahrt und Einsatz auch rechnen. „Die Firma kommt nur, wenn sie eine Woche bleiben kann.“

25 Tonnen Kaltasphalt hat der Spezialist aus dem hessischen Hanau letztendlich auf Beschädigungen auf Offenaus Straßen verteilt. Die feinere Mischung ist in den Gehwegen wie zum beim Spielplatz in der Sandstraße verbaut, die etwas gröbere auf den Straßen.

Rund 230.000 Euro schwer ist das vom Offenauer Gemeinderat für dieses Jahr 2017 geschnürte Sanierungspaket. Darin fehlen nun nur noch der Ausbau der Hauptfeldwege am Edelberg und am Ende der Bachenauer Straße auf jeweils dreieinhalb Meter. (her)