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1.08.2014

Die Mischung macht’s

Kategorie: Aktuelles
Von: Redaktion

Jürgen Kowol freut sich auf die Arbeit als Mitglied des neuen Offenauer Gemeinderats und dritter Bürgermeisterstellvertreter. (Foto: Gemeinde Offenau)

Das frisch gebackene Offenauer Gemeinderatsmitglied Jürgen Kowol schätzt die vielfältigen Gesichter seiner Heimatgemeinde. Ein Porträt.

Kornlupferfest und Wolleball-Kapp, die Konzerte der Band Vocalis, die Arbeit als Abteilungsleiter des Immobiliencenters der Kreissparkasse Heilbronn, die Familie und jetzt auch noch das Engagement im Gemeinderat? Jürgen Kowol lacht, sodass sich sein ganzes schmales Gesicht kreuz und quer in sympathische Falten legt. „Das ist nicht vergleichbar. Das Kornlupferfest zum Beispiel ist eine einmalige Veranstaltung im Jahr, bei der viele Menschen zusammenarbeiten, das ist eingespielt“, wehrt das am 29. Juli verpflichtete neue Offenauer Ratsmitglied ab.

Eingespielt war im Wahlmonat Mai 2014 auch das familiäre und berufliche Umfeld, die drei Kinder sind im Teenageralter und der Arbeitsplatz war mit der Sparkassenfiliale in Neckarsulm auch wieder näher an Offenau herangerückt. „Jetzt hat’s gepasst. Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Aber wozu? „Kommunalpolitik ist für mich eine reizvolle Sache und irgendwie auch eine logische Ergänzung zur Vereinsarbeit“, sagt Kowol, der auf der Liste der Freien Wähler kandidierte. Ihm geht es um die Gestaltungsmöglichkeiten im Ort. Aber sind die als Gemeinderat wirklich so groß? Jürgen Kowol kontert die freche Frage mit Humor. „Mehr, als wenn ich nicht dabei wäre. Zu einem Zwölftel mindestens“, sagt der Banker und spielt dabei auf die Anzahl der Mitglieder im Offenauer Gemeinderat an.

Wobei es nicht die Rechenkunst war, die ihn zu seinem Beruf gebracht hat. Es waren die vielmehr die Menschen und die Möglichkeit, mit so unterschiedlichen Personen und Gruppen, den Kunden, den Kollegen, zusammenzuarbeiten.

Das ist dem passionierten Volleyball-Mannschaftsspieler auch sonst sehr wichtig: gemeinsam mit anderen im Team etwas zu tun und dabei auch die Ideen von den leiseren unter ihnen aufnehmen und für diese Ideen Unterstützer suchen.

Vorstellungen, wie die Zukunft Offenaus aussehen soll, hat er natürlich auch selbst. An seiner Heimatgemeinde schätzt der 40-Jährige die Vielfalt. An Vereinen. In der vorhandenen Infrastruktur. „Die Mischung macht’s.“ Diese will Kowol erhalten, damit Offenau eine lebenswerte Gemeinde bleibt. Die Überlegungen zu einer neuen Ortsmitte, die die Gemeinde im Rahmen ihres ganzheitlichen Verkehrskonzepts anstellt, reizen ihn, den Immobilienfachmann, deshalb sehr.

Die Gemeinderatsarbeit wird Jürgen Kowol in den kommenden fünf Jahren aber auch noch jenseits der Sitzungen im Sitzungssaal oder der Fraktion beschäftigen: Seine Ratskollegen wählten ihn zum 3. Stellvertretenden Bürgermeister.