Sie sind hier: Rathaus » Aktuelles » Einzelansicht News
11.12.2013

Die einfachste Art jemandem zu helfen

Kategorie: Aktuelles

Sie nehmen sich Zeit für andere und lassen sich etwas nehmen: ihr Blut. Bei der letzten Sitzung des Offenuer Gemeinderat vor der Weihnachtspause durfte Bürgermeister Michael Folk (links) die Blutspender Jennifer Deusch, Jürgen Gulde, Sarah Müller, Gerd Winkler und Anton Ikker auszeichnen. die sechste Blutspenderin Sharon Unterberg war bei der Verleihung verhindert.(Foto: Gemeinde Offenau)

Kurzbericht zur öffentlichen Gemeinderatssitzung am 10.12.2013

Kurz ist zumeist die Tagesordnung bei der letzten Sitzung des Offenauer Gemeinderats vor der Weihnachtspause. Doch das liegt nicht etwa daran, dass es keine Themen gäbe, sondern daran, dass man Zeit haben möchte. Zeit für die Menschen, die sich das Jahr hindurch Zeit für andere nehmen und sich etwas nehmen lassen: ihr Blut.

Die traditionelle Ehrung der Offenauer Blutspender im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung vor der Weihnachtspause ist Bürgermeister Michael Folk jedes Jahr aufs Neue wichtig: „Weil diese Menschen mit ihrer Leistung zur Rettung von Schwerkranken und Verletzten beitragen und wir alle vielleicht auch mal in so eine Notsituation kommen."

Dieses Mal durfte er gleich sechs Auszeichnungen des Deutschen Roten Kreuzes verleihen: Jennifer Deusch, Sarah Müller und Sharon Unterberg wurden für zehn Mal Blut spenden geehrt, Gerd Winkler für 25 Mal und Jürgen Gulde und Anton Ikker jeweils für 75 Mal.
Warum geht man zur Blutspende? „Weil man jemanden helfen will“, sagt Jennifer Deusch. „Das ist ein kurzer Pieks. Ich finde,“ sagt die 23-Jährige mit den rotblonden Haaren, „das ist die einfachste Art zu helfen.“ Sarah Müller (28)  nickt zustimmend. Sie haben ihr Papa und ein Freiwilliges soziales Jahr auf der Intensivstation zum Blut spenden gebracht. „Ich habe dort gesehen, wie viele Blutkonserven man braucht.“

2007 ist sie das erste Mal zum Blut spenden gegangen. Anton Ikker muss länger nachdenken. 1965, bei der Bundeswehr sei es gewesen, meint der Offenauer schließlich. Doch das sei auch nicht so wichtig. „Ich denke immer, ich könnte auch mal einen Unfall haben“, sagt er nachdenklich. Für 75 Blutspenden bekam er jetzt die Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und der eingravierten Spendenzahl 75 des Deutschen Roten Kreuzes. Wie lang er noch weitermachen will? Auf jeden Fall noch eine Weile. Der 68-Jährige schmunzelt: „Ich fühle mich nach dem Blut spenden immer ganz wohl.“ (her)