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2.06.2014

Bibliotheksbesuch rund um die Uhr

Kategorie: Aktuelles
Von: Nadine Herwerth-Gajer

Foto: Gemeindearchiv Offenau

Bericht zur öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 6. Mai 2014 - Bücher ausleihen zur jeder Tages- und Nachtzeit und sie auf dem Computer auch gleich noch lesen? Mit dem Beitritt zur Onlinebibliothek Heilbronn-Franken ist das in Zukunft auch Offenauer Leserratten und Bücherwürmern möglich: Bei ihrer vergangenen Sitzung gaben die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats ohne Diskussionen ihr einstimmiges „Ja“ zum Onleihe-Konzept via Internet.

TOP 1
Bürgerfragestunde
Da weder im Vorfeld der Sitzung Anfragen die Verwaltung erreicht, noch am Sitzungsabend Offenauer Einwohner den Weg in den Ratssaal gefunden hatten, entfiel der Tagesordnungspunkt.

TOP 2
Gemeindebücherei Offenau
Hier: Beitritt zum Verbund „Onleihe“
Bücher ausleihen zur jeder Tages- und Nachtzeit und sie auf dem Computer auch gleich noch lesen? Mit dem Beitritt zur Onlinebibliothek Heilbronn-Franken ist das ab dem Sommer auch Offenauer Leseratten und Bücherwürmern möglich: Bei ihrer vergangenen Sitzung gaben die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats ohne Diskussionen ihr einstimmiges „Ja“ zum Onleihe-Konzept via Internet.
14 000 zusätzliche elektronische Medien, also Bücher, Tageszeitungen und Magazine, aber auch Musik und Video stehen den Leserinnen und Lesern der Gemeindebücherei dann mit einem Mausklick zur Verfügung. Statt den Roman oder die DVD aber unter dem Arm mit nach Hause zu tragen, laden sie die Lektüre auf ihren Rechner oder Laptop, und zwar, ganz wie bei einer klassischen Bibliothek auch, nur für die Dauer einer bestimmten Ausleihfrist. Ist die überschritten, sitzt im Arbeitsspeicher des Computers eine Datei, die sich nicht mehr öffnen lässt. Einzige Voraussetzung ist ein Leseausweis der Offenauer Gemeindebücherei. Und der Umstand, dass das Abspielgerät nicht der E-Book-Reader Kindle aus dem Hause Amazon ist. Auf diesem Gerät funktioniert das Angebot des elektronischen Bibliotheksverbunds Heilbronn-Franken nicht.
Ab Juni ist die Neckargemeinde dann das kleinste Mitglied des 2009 von Bad Friedrichshall, Bad Rappenau, Brackenheim, Güglingen, Heilbronn, Möckmühl, Neckarsulm, Öhringen und Obersulm geschlossenen Verbunds. Die mittlerweile 20 Mitglieder müssen dem Offenauer Beitritt zwar noch offiziell zustimmen, doch das ist nur eine Formalie.
Gesichert sind auch, aufgrund der Spenden der Dieter-Schwarz-Stiftung (2500 Euro), der Volksbank Heilbronn (2000 Euro), der Südzucker AG-Werk Offenau (1000 Euro) und der Firma Falcon aus Offenau (100 Euro), zumindest für die Dauer der kommenden drei Jahre, die Betriebskosten für  elektronische Angebot in der Gemeinde Offenau. Für die Einrichtung des Zugangs zur Onlinebibliothek fallen, bezogen auf die Einwohnerzahl, 892,50 Euro an, für den Erstbestand an elektronischen Medien in den virtuellen Bücherregalen 2000 Euro. Die monatlichen Betriebskosten sind dann noch einmal 71,40 Euro. Lediglich auf die Einrichtung der elektronischen Schnittstelle zwischen dem Medienbestand von Gemeindebücherei und Bibliotheksverbund verzichteten die Ratsmitglieder aus Kostengründen. Offenauer User der Onleihe werden bei ihrer Buchrecherche also zwischen zwei Internetseiten hin und her wechseln müssen.


TOP 3
Kindergarten Offenau
Hier: Sachstandsbericht über die Belegung und Elternbeiträge für Kleinkindgruppen
Auf dem richtigen Weg befindet sich nach Einschätzung von Bürgermeister Michael Folk die Kleinkindbetreuung in Offenau. So benötigen ab dem neuen Kindergartenjahr im August bis Februar 2016 sieben Kinder unter drei Jahren einen ganztägigen Betreuungsplatz in der Kinderkrippe Arche Noah. „Und in der Krippengruppe im Kindergarten St. Anna, in der wir die verlängerte Öffnungszeit bis sechs Stunden haben, brauchen bis August 2015 nach den derzeitigen Planungen fünf Kinder einen Platz“, berichtete Kirchenpflegerin Hannelore Niebler, die für die beiden Offenauer Kindergärten in der Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde zuständig ist.
Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatten sich die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats mit dem Stand der Kleinkindbetreuung in der Gemeinde beschäftigt. Vereinzelt hatten Eltern damals Kritik an den ihrer Einschätzung nach vergleichsweise hohen Kosten für die Betreuung der unter drei Jahre alten Kinder in der Neckargemeinde geäußert. Weil die Krippengruppe im Kindergarten St. Anna allerdings erst im September ihren Betrieb aufgenommen hatte, hatten sich die Räte damals entschieden, zunächst die Entwicklung dieser Gruppe bis Mai abzuwarten.
Fachbereichsleiterin Sonja Schumm legte nun einen überarbeiteten Stand der Betreuungskosten vor: Nach wie vor gehört Offenau zu den teuersten Kommunen. „Derzeit werden fünf Kinder aus anderen Gemeinden bei uns betreut“, erzählte Schumm. Demgegenüber stünden sechs Offenauer Kinder, die andernorts Einrichtungen besuchten.
Ganztagesbetreuung und eine sogenannte verlängerte Betreuungszeit mit sechs Stunden – die Ratsmitglieder lobten die Flexibilität des Offenauer Angebots und betonten die Investitionen, die die Gemeinde in den vergangenen drei Jahren in diesem Bereich unternommen hatten. Sie bekannten sich deshalb weiterhin zu beiden Krippengruppen.

TOP 4
Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2014
Hier: Bestätigung der Gesetzmäßigkeit durch die Rechtsaufsichtsbehörde nach $ 121 Abs. 2 GemO
Der Offenauer Haushaltsplan 2014 ist genehmigt. Insbesondere wegen der vergleichsweise hohen Neukreditaufnahme fand das Landratsamt Heilbronn als Rechtsaufsichtsbehörde in seiner Stellungnahme schärfere Worte als in der Vergangenheit. Der Kurs der Gemeinde in finanziellen Fragen hat sich deshalb nicht geändert: „Wir müssen langfristig nachhaltige Einsparungen vornehmen“, sagte Kämmerer Holger Leister.

TOP 5
Jahresrechnung 2013
Hier: Feststellung des Ergebnisses des Jahresrechnung
Besser als noch im ersten Nachtragshaushalt erwartet konnte die Gemeinde das Haushaltsjahr 2013 abschließen. Das gab Kämmerer Holger Leister bei der vergangenen Sitzung des Gemeinderats bekannt.
Statt einer damals wegen des Einbruchs bei den Gewerbesteuereinnahmen prognostizierten negativen Zuführungsrate von 744.030 Euro, habe man schließlich nur rund 60.000 Euro vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt zuschießen müsse. Als Grund für die positive Entwicklung führte Leister die unerwartet doch bessere Gewerbesteuerentwicklung an sowie den Umstand, dass die Gemeinde nicht alle ihre Haushaltsansätze ausschöpfte. Insgesamt hatte der Offenauer Haushalt 2013 ein Volumen von 7.033.003,95 Euro.
Der Kämmerer stellte allerdings klar, dass der 2013 eingetretene positive Effekt bei den Gewerbesteuereinnahmen im aktuellen Haushaltsjahr 2014 nicht mehr erwartet werden könne. Da die Gemeinde ferner ihre Rücklage auf das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß reduziert habe und darüber hinaus 2014 zwei seit längerem geplante Kredite aufnehmen müsse, bleibe die finanzielle Lage der Gemeinde weiterhin angespannt. „2014 wird eine schweres Haushaltsjahr“, so der Kämmerer.


TOP 6
Erster Nachtragshaushaltsplan 2014
Hier: Einbringung
Weniger Veränderungen in der aktuellen Finanzplanung Offenaus als vielmehr Entscheidungen aus der Vergangenheit sind der Grund für den Ersten Nachtragshaushaltsplan für das laufende Haushaltsjahr: Kämmerer Holger Leister gab bekannt, dass die Gemeinde zwei Kredite mit einem Gesamtvolumen von 1,75 Millionen Euro, die bereits in den Haushaltsplanungen 2011 und 2012 vorgesehen waren, neu veranschlagen müsse.
„Die Ermächtigung des Landratsamts für die Aufnahme gilt nur so lange, bis die Haushaltssatzung für das übernächste Jahr erlassen ist“, erläuterte der Kämmerer. Und das ist für den Offenauer Haushaltsplan seit dem 11. Februar der Fall.
Mit den genannten Krediten finanziert die Gemeinde die Stadtbahn Nord, ihren Anteil an der Sanierung des Kindergartens St. Anna sowie den Anschluss an die Abwasserzweckverband Unteres Sulmtal.
Die neue, alte Kreditaufnahme hat auch Auswirkungen auf die Verschuldung. Sie klettert von derzeit 399 Euro pro Einwohner im Lauf des Haushaltsjahrs 2014 auf voraussichtlich über 1000 Euro.
In seinem Vortrag bekräftigte Leister die schon bei der Vorstellung der Jahresrechnung für 2013 gemachte Einschätzung, dass 2014 ein schweres Haushaltsjahr für die Gemeinde werde. Als positiv bewertete der Kämmerer allerdings die Entwicklung beim interkommunalen Kostenausgleichs. Hier erhalte Offenau rund 12.000 Euro für die Kinderbetreuung.
Die Beratungen über den Ersten Nachtragshaushaltsplan 2014 laufen nun in den Fraktionen weiter.

TOP 7
Baugesuche
Die Mitglieder des Offenauer Gemeinderats beschäftigten sich mit mehreren Bauprojekten. Während sie der geplanten Großmodernisierung der Lidl-Filiale im Talweg einstimmig ihr Okay gaben, billigten sie das Vorhaben der Südzucker, einen neuen Schweröltank aufzustellen, mit einer Enthaltung. (her)