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2.10.2014

Apfel, Gelee und Co.

Kategorie: Aktuelles
Von: Redaktion

Das Apfelgelee ist gekocht, jetzt muss der süße Brotaufstrich nur noch auskühlen. Jeder Zweitklässer hat dafür ein eigenes Gläslein mitgebracht und vorab schon mal einen Einkochtipp eingesteckt: Am besten dreht man frisch gefüllte Marmeladengläser zum Abkühlen um. (Foto: Gemeinde Offenau)

1410 Kilogramm Äpfel haben die Offenauer Grundschüler und Kindergartenkinder beim von der Gemeinde organisierten Streuobstwiesentag am 27. September gesammelt. Das macht rund 850 Liter Saft und damit eine Menge Flüssigkeit. Die Klasse 2 der Grundschule hat für ihre ersten zehn Liter schon mal eine Verwendungsidee: Sie schwingen den Kochlöffel und kochen Apfelgelee und –mus unter Anleitung ihrer Lehrerin und Schulleiterin Franziska Thülly-Brenner.

Während sich draußen der Oktobertag ganz in herbstliches Grau gehüllt hat, liegt im Innern des hell erleuchteten Klassenzimmers im ersten Stock des Multifunktionsgebäudes ein süßer Hauch von Sommer in der Luft. Vor der Tafel blubbert auf einer mobilen Herdplatte der frisch gepresste Saft vom vergangenen Samstag, zusammen mit Gelierzucker und etwas Zitronensaft.

Vier Schüler schnippeln an einem Tisch in der Ecke fleißig Äpfel. „Jeder hat einen mitgebracht“, erzählt der siebenjährige Eren. Geschält haben ihn die Mamas und Papas zuhause, doch klein schneiden für das Apfelmus müssen die Zweitklässler das Obst selbst. Und was ist dabei besonders wichtig? „Das man sich nicht in den Finger schneidet,“ schmettert das Quartett im Chor. Rosa mit dem langen blonden Zopf weiß auch schon, wie man das vermeidet: „Indem man die Finger weg hält.“

Klassenkamerad Andreas muss derweil ebenfalls auf seine Finger achten: Mit einem großen Rührlöffel sorgt er am Herd dafür, dass das Gelee nicht überkocht. „Wir haben heute einen Apfeltag“, berichtet Klassenlehrerin Thülly-Brenner und wirft einen prüfenden Blick auf die cremefarbene Schaumkrone im Topf. „Das Äpfel sammeln und der Streuobstwiesentag waren so eine tolle Idee, viele Kinder haben den Bezug zur Natur und den Lebensmitteln nämlich schon verloren.“

Der Apfeltag soll dabei mithelfen, die Distanz zu verkürzen. In Deutsch haben die Zweitklässler gemeinsam den Zeitungsartikel aus der Heilbronner Stimme über den Streuobstwiesentag gelesen, in Mathe eine Rechenaufgabe mit Äpfeln gelöst; später stehen noch eine Bildergeschichte und das Abschreiben der Rezepte für Gelee und Mus auf dem Stundenplan. Und natürlich das Verkosten der selbst gekochten Produkte, denn so ein Projekttag macht ziemlich hungrig. (her)